Ausstellung 04.05. bis 31.10.21

Wartburg

Luther im Exil

Wartburgalltag 1521

Eisenach, Wartburg: Eigenhändige Briefe aus der Wartburgzeit gewähren tiefe Einblicke in das Seelenleben dss Reformators und lassen den Menschen Luther lebendig werden. Bis 31.10.21

Am Abend des 4. Mai 1521 kam gegen 11 Uhr ein Gast auf der Wartburg an, der im Schutz der Dunkelheit in das Kavaliergefängnis der Wartburg gebracht wurde. Kaum einer der Torwächter, Handwerker, Eseltreiber oder anderen Bediensteten wird je erfahren haben, dass die Wartburg für die kommenden zehn Monate einen der meistgesuchten Männer des Reiches in ihren Mauern verborgen halten sollte.

Von unschätzbarem Wert sind die eigenhändigen Briefe aus der Wartburgzeit, aus denen der Mensch Luther lebendig wird. In den Zeilen an seine Korrespondenzpartner gewährt der Reformator tiefe Einblicke in sein Seelenleben, die ihn beschäftigenden theologischen und reformatorischen Themen und schildert offen auch seine gesundheitlichen Probleme.

Zugleich bieten sie auch vielfältige andere Anknüpfungspunkte: so etwa Luthers Erlebnisse auf einer Hasenjagd, sein Alias „Junker Jörg” und seine sehr reale Teufelsangst, die schließlich einen Nachhall in der berühmten Legende vom Tintenfleck fand. Bedeutende Flugschriften und Funde des 16. Jahrhunderts, historische Grafiken und Gemälde bringen den Besuchern Luthers ganz persönlichen Wartburgalltag näher.

Im zweiten Teil der Ausstellung im Außengelände wird das alltägliche Leben auf der Wartburg vor 500 Jahren wieder zum Leben erweckt. Am Beginn steht der Nachbau von Luthers Reisewagen, in dem man sich einen Eindruck vom Reisen im 16. Jahrhundert verschaffen kann. Verschiedene thematische Stationen beantworten wichtige Fragen des Alltags auf einer Höhenburg.

Wartburg ist bei:
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