Ausstellung 28.10.21 bis 02.01.22

Edith-Russ-Haus für Medienkunst

Marjolijn Dijkman. Shifting Axis

Oldenburg, Edith-Russ-Haus für Medienkunst: Fasziniert vom Wissenshunger und Entdeckergeist der Menschheit entwickelte Dijkman eine künstlerische Praxis, in der sich die Wege der Wissenschaft, der Kulturgeschichte und der Kunst überschneiden. Bis 2.1.22

Marjolijn Dijkmans erste umfassende Einzelausstellung in Deutschland bietet einen besonderen Einblick in das Werk der niederländischen Künstlerin. Fasziniert vom Wissenshunger und Entdeckergeist der Menschheit entwickelte Dijkman eine künstlerische Praxis, in der sich die Wege der Wissenschaft, der Kulturgeschichte und der Kunst überschneiden, und verweist mit ihrer Arbeit auch auf aktuelle Probleme wie den Klimawandel.

Der Ausstellungstitel ist einer wegweisenden Arbeit Dijkmans aus dem Jahr 2015 entlehnt: der ortsspezifischen Installation einer Variante des Foucaultschen Pendels. Der französische Physiker verwendete dieses Instrument 1851, um erstmals überzeugend nachzuweisen, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht. Die überraschenden Spuren, die die Bewegungen von Dijkmans Pendel erzeugen, gehen allerdings nur zum Teil auf die Erdrotation zurück; sie werden auch von einem verborgenen digitalen und mechanischen System beeinflusst, das zu unvorhersehbaren Bewegungen des Pendels führt.

Fast alle Arbeiten Dijkmans hinterfragen die Perspektive des menschlichen Blicks, indem sie versuchen, in andere Richtungen, in anderen Maßstäben und auf andere Weise zu sehen. Neben ortsspezifischen skulpturalen und Video-Installationen der Künstlerin zeigt die Ausstellung eine aktuelle Realisierung ihres fortlaufenden Projekts „LUNÄ” (seit 2011): eine Installation im Aquarium, dem von außen einsehbaren Ausstellungsraum des Edith-Russ-Hauses.

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050539 © Webmuseen