Version
21.7.2017
Kaspar Hauser zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Ritter zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Teil der Inszenierung zum Markgrafen Georg Friedrich d.J.
R. Göttlinger
Ordensfrauen zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Vogeldekor zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Bronzefibel zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Münze zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Ichtyosaurier zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach
Maske zu „Markgrafenmuseum (Museum)”, DE-91522 Ansbach

Museum

Markgrafenmuseum

mit Kaspar-Hauser-Abteilung

Kaspar-Hauser-Platz 1
DE-91522 Ansbach
0981-9775056
museum@ansbach.de
Jan bis Dez:
Di-So 10-17 Uhr

Die Sammlungen sind in einem reizvollen Gebäudekomplex aus dem 14. bis 18. Jahrhundert untergebracht, zu dem auch ein Stück begehbare Stadtmauer gehört.

Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes ist die Kaspar-Hauser-Abteilung zu besichtigen, in den Obergeschossen die Sammlungen zur Markgrafenzeit. Dieser Teil des Museums wurde im Jahr 2000 komplett renoviert und neu gestaltet.

Kaspar Hauser

Ein berühmter Bewohner der Stadt Ansbach war Kaspar Hauser. Zunächst tauchte er am Pfingstmontag 1828 in Nürnberg auf, nach Attentatsversuchen übersiedelte er 1831 nach Ansbach, wo sich Gerichtspräsident Anselm von Feuerbach um ihn kümmerte.

War Kaspar Hauser ein vertauschtes Kind und der in Gefangenschaft gehaltene Erbprinz des Hauses Baden? Der Wunsch, seine wahre Identität zu erfahren, wurde ihm 1833 im Ansbacher Hofgarten zum Verhängnis. Von einem Unbekannten niedergestochen, verstarb er drei Tage später.

Viele Theorien befassen sich bis heute mit dem rätselhaften Findelkind. Da auch die moderne Genforschung das Rätsel bis heute nicht endgültig lösen konnte, hält die Faszination um seine Herkunft bis heute an.

An sein Leben und Wirken erinnern in der interessant gestalteten Kaspar-Hauser-Abteilung zahlreiche Originale, wie etwa eigenhändig gemalte Aquarelle des gebildeten jungen Mannes.

Das Denkmal für Kaspar Hauser befindet sich im Ansbacher Hofgarten.

Markgrafenzeit

Die beiden oberen Etagen des Museums erlauben anschauliche Ausflüge in die wechselvolle Zeit der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, die kostbare Schaustücke hinterlassen haben. Fast fünf Jahrhunderte lang war Ansbach nämlich eine Hohenzollernresidenz.

Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts baute eine fränkische Linie, die auch den Markgrafentitel führte, „Onoldsbach” zu ihrer Residenz aus. Diese Epochen werden auf einem chronologischen Rundgang erfahrbar: Gemälde der Hofmaler, Exponate zur Jagdleidenschaft der Markgrafen und Zeugnisse der Hofhandwerker.

Zu den herausragenden Stücken der Sammlung zählen die Erzeugnisse der Fayencenmanufaktur von 1709 und das „Weiße Gold” der ab 1758 tätigen „Feinen Porcellain Fabrique”. Spannend inszeniert sind auch der Dreißigjährige Krieg und der Spanische Erbfolgekrieg.

Urgeschichte und Archäologie

Zu den Glanzstücken der naturkundlichen Sammlung zählt im zweiten Haus ein versteinerter Fischsaurier, gefolgt von zahlreichen Grabungsfunden der Vor- und Frühgeschichte bis zu Objekten der Römerzeit.

Persönlichkeiten

Die Sammlung zum 19. Jahrhundert erinnert an berühmte Ansbacher wie August Graf von Platen, Johann Peter Uz, den Kinderliederdichter Friedrich Güll und den Bildhauer Ernst von Bandel erinnern. Bemerkenswert sind auch die Inszenierungen und Dioramen zum Reiterregiment der Ansbacher Königs-Ulanen.

Ausblick

Der Treppenturm bietet einen einzigartigen Blick über die historische Altstadt.

Der Verfasser hat das Museum am 18.1.2017 und am 16.3.2024 besucht.

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