Martin von Wagner Museum
Antikensammlung und Gemäldegalerie (im Umbau)
Die Antikensammlung ist vor allem auf Keramik (1500 v. Chr. bis 300 n. Chr.) ausgerichtet, den Schwerpunkt bilden griechische Vasen der Blütezeit (560-300 v. Chr.).
Zu den berühmten Stücken der sich anschließenden Tonfiguren, Gläser und Steinplastik zählen die griechische Schauspielerscherbe und der römische Jahreszeitenaltar.
Weitere Schwerpunkte sind die Objekte ägyptischer Kleinkunst aus der Privatsammlung Kiseleff und die besonders beeindruckenden ägyptischen Mumienporträts.
Eine Rarität stellen die gut erhaltenen koptischen Stoffe des fünften bis achten Jahrhunderts dar.
In der Gemäldegalerie werden vor allem deutsche, niederländische und italienische Gemälde gezeigt. Klingende Namen sind Gherardo Starnina, Hans Leonhard Schäufelein, Luca Cambiaso, Bartholomäus Spranger, Pieter Claesz, Jacob Jordaens, Luca Giordano, Gaspare Vanvitelli, Alessandro Magnasco, Januarius Zick, Giovanni Antonio Pellegrini, Matthäus Günther, Francesco Guardi, Giovanni Battista Tiepolo, Friedrich Overbeck, Carl Rottmann, Johann Wilhelm Schirmer, Max Liebermann, Willy Jaeckel, Hans Purrmann und zahllose andere mehr.
Unter den in die Galerie integrierten Skulpturen ragen die spätmittelalterlichen Werke Tilman Riemenschneiders und seiner Schule hervor, aber auch Alabasterstatuen der deutschen Spätrenaissance oder expressionistische Tier- und Porträtplastik.
Die Graphische Sammlung besitzt trotz Kriegsverlusten ca. 16.000 Handzeichnungen und 14.000 Blatt Druckgraphik: mit dieser Größenordnung konkurriert sie mit den Kupferstichkabinetten in Stuttgart, München oder Berlin.
Besonders wertvoll sind hier die Zeichnungen Federico Baroccis: es ist das zweitgrößte Konvolut dieses frühbarocken Malers überhaupt. Auch der römische Hochbarock ist mit großen und größten Namen vertreten.