Museum

Mikrokosmos Cronheim

Ein Dorf, drei Religionen

Gunzenhausen: Geschichte der Ortschaft Cronheim und seiner Umgebung. Problematisches Zusammenleben "dreier Religionen": mal war Cronheim evangelisch, mal katholisch. Die jüdische Bevölkerung musste sich jeweils anpassen.

Das Museum zeigt neben der unbeständigen Schlossgeschichte das lange Zeit problematische Zusammenleben "dreier Religionen", Katholiken, Protestanten und Juden, der "drei Kronen Cronheims". Bereits im 17. Jahrhundert wurden vom damaligen Ortsherren Juden angesiedelt.

Mit den unterschiedlichen Adelsherren wechselte das Dörfchen mehrfach die Glaubensrichtung, mal war Cronheim evangelisch, mal katholisch. Die jüdische Bevölkerung musste sich jeweils anpassen. Aber es gab auch ein Miteinander der "Religionen", zum Beispiel im Gesangsverein, der Theatergruppe oder in der Feuerwehr.

Mit einer Gedenktafel im Museum wird an die jüdischen Holocaustopfer erinnert, die von 1933 bis 1938 aus Cronheim vertrieben wurden.

Neben diesem tragischen Kapitel der Cronheimer Geschichte werden im Museum auch Exponate aus dem bäuerlichen Leben gezeigt. Die Sammlung stammt von Georg Bach aus dem Nachbarort Stetten.

Zum Museum gehört ein mittelalternaher Kräutergarten im Schlossgraben, der einen Einblick in die Speisekarte, Arzneiküche und zugleich magische Verwobenheit („Zauberkräuter“) der frühen Schlossbewohner gewährt.

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