MUBA Museum für Baukultur

Neutal: Das Museum läßt die Vielschichtigkeit der Geschichte des Feuerungsmaurers nachvollziehbar werden.

Die Gemeinde Neutal verbindet eine lange Tradition mit dem Pendler- und Bauwesen. Die Veränderung des Ortes und die Beschäftigtenstruktur sind auch beispielhaft für die Entwicklung des Burgenlandes. Die Einwohner waren im 19. Jahrhundert Untertanen der Fürsten Esterhazy; ab Mitte 19. Jahrhundert wurden sie freie Bauern. Aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen wurden aus den Bauern Lohnarbeiter auf Baustellen.

Viele Neutaler Maurer haben sich auf den Beruf „Feuerungsmaurer” spezialisiert. Als Pendler wurden sie an ihren Arbeitsplätzen mit neuen Erfahrungen konfrontiert, die sie aus der Fremde mitbrachten und die in weiterer Folge auch die Entwicklung in ihrer Heimat beeinflusst haben.

Das Museum läßt die Vielschichtigkeit der Geschichte des Feuerungsmaurers nachvollziehbar werden. In Videos und Bildpräsentationen wird die Entwicklung der Gemeinde, des Landes und des Bauwesens im Burgenland gezeigt. Eine historische Zeitschiene im oberen Bereich der Zeitraumwände dient als zeitliche Orientierung. Heute ist der Beruf „Feuerungsmaurer” als „Ofen- und Kaminmaurer” immaterielles UNESCO Kulturerbe.

Im Außenbereich wurde ein Kamin nachgebildet. Dieser erinnert an den Beruf der Feuerungsmaurer und die Bedeutung dieses Berufes für die Gemeinde Neutal, wo im Wappen ebenfalls ein Kamin zu finden ist. Schaumauern aus verschiedenen Materialien, vom unbehauenen Stein bis zum Sichtbeton, zeigen die Veränderungen in den Anforderungen an die Kunst der Neutaler Maurer.

MUBA Museum für Baukultur ist bei:

Museen

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1049327 © Webmuseen