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14.6.2022
Lagomar von unten zu „Museo LagOmar (Gebäude)”, ES-35539 Tahíche
Lagomar von oben zu „Museo LagOmar (Gebäude)”, ES-35539 Tahíche
Schlafzimmer zu „Museo LagOmar (Gebäude)”, ES-35539 Tahíche
Barbereich zu „Museo LagOmar (Gebäude)”, ES-35539 Tahíche
Blechliesel zu „Museo LagOmar (Gebäude)”, ES-35539 Tahíche

Gebäude

Museo LagOmar

Calle los Loros, 2
ES-35539 Tahíche
+34-672-461555
Ganzjährig:
tägl. 10-18 Uhr

Das Anwesen, auch bekannt als das Haus von Omar Sharif, ist in eine Felsformation aus Lavatuff eingepaßt. Es entstand aus der Zusammenarbeit zwischen César Manrique und seiner rechten Hand Jesús Soto und gehörte dem Schauspieler nur einen Tag lang, dann verlor er es im Spiel gegen einen massiv unterschätzten Gegner.

Das Haus oberhalb von Nazaret trägt die Handschrift des Mannes, der viel zu früh bei einem Verkehrsunfall den Tod fand: César Manrique, Maler, Bildhauer, Architekt, Gärtner, Fotograf – und leidenschaftlicher Kämpfer für den Erhalt der einzigartigen Landschaft, aus der er sein Leben lang Inspiration schöpfte.

Die einzelnen Zimmer sind in verschiedenen Höhen halb in die Felsen eingelassen und durch schmale und steile Treppen, teils im Inneren und teils frei, miteinander verbunden. Die Holzbalken stammen aus den Überresten von Schiffswracks, die an die Küste von Lanzarote gespült wurden. Es gibt eine Küche, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer, dazu allerlei Balkone und Nischen, und in der Mitte des Gartens an zentraler Stelle einen von Palmen umstandenen Swimmingpool.

Geschichte des Hauses

Als der Schauspieler Omar Sharif 1973 während der Dreharbeiten zum Film „Herrscher einer versunkenen Welt” das Haus besuchte, war er von dessen Schönheit so überwältigt, dass er beschloss, es zu kaufen.

Ohne die leiseste Ahnung zu haben, dass sein Gegenspieler europäischer Meister war, setzte der passionierte Bridgespieler sodann sein neu erstandenes Haus aufs Spiel, im Vertrauen, dass er als Gewinner hervorgehen würde. Er verlor jedoch. Untröstlich verließ er, der sein Anwesen nur einen Tag lang besessen hatte, den Ort und kehrte nie mehr zurück.

Nach dem berühmten Spiel diente das nunmehr als „Casa Omar Sharif” bekannte Haus dem Immobilienmakler Sam Benady als Referenz für die zukünftigen Käufer seiner Villen in Nazaret. Der deutsche Architekt Dominik von Boettinger und seine Frau Beatriz van Hoff erwarben es schließlich im Jahr 1989 und machten es, gefesselt von der Einzigartigkeit dieses Ortes, der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre Vision war, einen Raum für Kunstausstellungen, Gastronomie, Konzerte und die Natur zu schaffen, der organische Architektur im Einklang mit der Natur zeigt, alle Sinne erfreut und auch örtliche Künstler anregt: eine Schatztruhe von einem Museum, das nach wie vor alle, die es betreten, in eine Welt der Torheit und Fantasie entführt.

Hinweis: die Texttafeln im LagOmar sind (bis auf wenige Ausnahmen) dreisprachig spanisch, englisch und deutsch.

Der Verfasser hat das LagOmar am 13.6.2022 besucht.

POI

Museum, Tahíche

Vulkanhaus

Haus, in welchem der Künstler César Manrique von 1968 bis 1988 lebte. Einzig­artiger Wohn­raum in fünf natür­lichen Vulkan­blasen, ver­bunden durch in die Lava ge­hauene Tunnel.

Bot. Garten, Guatiza

Jardín de Cactus

Vom lanza­rote­ni­schen Künstler und Natur­schützer César Manrique ge­grün­deter Kakteen­garten in einem alten Stein­bruch. Rund 5.000 Kakteen, Agaven, Eupho­rbien und andere Sukku­lenten aus allen Teilen der Welt. Eine der letzten Gofio-Mühlen der Insel.

Museum, Arrecife

Museo de Historia de Arre­cife

Histo­risches Museum in der Festung Castillo de San Gabriel. Geologie und der Natur Lanza­rotes, Geschichte von Arrecife, Wirt­schafts­faktoren wie Coche­nille, Orchilla und Barrilla. Töpferei, Mumie.

Gebäude, Haría

Casa Museo de César Manrique

Wohn­haus und Werk­statt des Künstlers César Manrique, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1992 lebte.

Museum, Caleta del Sebo

Museo Chinijo

Geschichte des „Archi­piélago chinijo”. Besie­delung, Schutz­gebiet und Lebens­räume, Gewinnung von Purpur aus der Orchilla­flechte, Salz­produktion.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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