Museum

Museum Fünf Kontinente

(vorher: Staatliches Museum für Völkerkunde)

München: Eine der größten und bedeutendsten ethnographischen Sammlungen Deutschlands.

Das Museum Fünf Kontinente besitzt mit etwa 160.000 Exponaten eine der größten und bedeutendsten ethnographischen Sammlungen Deutschlands, es folgt dabei den Leitlinien kultureller Dialog, Weltoffenheit und der Respekt vor den Menschen.

Die Ausstellungen geben einen Überblick über verschiedene außereuropäische Kulturen. Afrika, Südamerika, Nordamerika, Ozeanien und der Orient werden zurzeit in Dauerausstellungen repräsentiert, hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen.

Myanmar

Im Jahr 1911 reiste Lucian Scherman, Direktor des Münchner Völkerkundemuseums (jetzt Museum Fünf Kontinente) zusammen mit seiner Frau Christine nach Burma, dem heutigen Myanmar. Die beiden legten eine weltweit einzigartige ethnographische Sammlung mit mehr als 2.300 Objekten, 1.200 Fotografien, ausführlichen Reisetagebüchern sowie Tonaufnahmen an.

Besucher des Museums begegnen hier den verschiedensten Volksgruppen und deren Lebensweise, gewinnen Einblicke in den myanmarischen Alltag, tauchen ein in religiöse Feste und staunen über einmalige Kunstwerke.

Afrika

Der Kontinent weist die weltweit größte Vielfalt an Sprachen und Kulturen auf. Die Ausstellung präsentiert eindrucksvolle Beispiele traditioneller Kunst aus dem Afrika südlich der Sahara. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Werke international bedeutender Gegenwartskünstler wie Romuald Hazoumé, El Loko, Pieter Hugo oder Ransome Stanley.

Indianer Nordamerikas

Als ebenso vielfältig wie die nordamerikanischen Landschaften erweisen sich die traditionellen Kulturen der Indianer und Eskimo.

Die Exponate der Ausstellung belegen eindrucksvoll den Erfindungsreichtum und das ästhetische Gefühl ihrer Schöpfer. Beispiele hierfür sind die berühmten Rabenmasken der Kwakiutl, aufwändige Perlenstickereien der Sioux oder die handschmeichelnden Specksteinfiguren der Eskimo.

Orient

Als „Morgenland“ der aufgehenden (= oriens) Sonne wird eine geographische Region bezeichnet, die von Nordafrika über den Nahen und Mittleren Osten bis nach Zentral- und Südasien reicht. Überwiegend vom Islam geprägt, hat jede ihrer städtischen, bäuerlichen oder nomadischen Regionalkulturen, darunter auch nicht-islamische Minderheiten, ihre historisch gewachsenen Besonderheiten.

Strahlend blaue Architekturfliesen, opulent beschnitzte Hausportale aus Pakistan sowie ein indischer Gartenpavillon aus weißem Marmor erzählen von orientalischer Baukunst.

Ozeanien

Über die Weiten des Stillen Ozeans, auch Pazifik genannt, verteilen sich mehr als 7.500 Atolle und Inseln.

Für die Ozeanier ist das Meer nichts Trennendes, sondern hat von jeher Menschen und Kulturen miteinander verbunden. Ein reich verziertes Fischerboot aus Botel Tobago, die kunstvolle Stabkarte von den Marschall-Inseln und die bemalten Paddel von den Salomonen dokumentieren herausragendes seefahrerisches Können.

Südamerika

Zu den bekanntesten präkolumbischen Kulturen gehört die der Inka, deren Staat in seiner Blütezeit über 4000 Kilometer vom heutigen Ecuador bis nach Chile reichte. Die Ausstellung zeigt aber vor allem auch Gegenstände der noch älteren, präinkaischen Kulturen wie die der Wari, Moche und Nasca sowie einzelne Exponate aus Mittelamerika.

Der Verfasser hat das Museum am 30.5.2015 besucht.

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