Museum

Naturmuseum Dortmund

(Museum für Naturkunde)

Dortmund: Erdgeschichte, lebensgroße Dinosaurier, heimische Tiere, Minerale, Gesteine und Versteinerungen, Funde aus eigenen Grabungen, eine der weltweit schönsten Bergkristall-Gruppen, Aquarium mit heimischen Fischen, Terrarien.

Naturkundliche Sammlungen stellen ein Archiv der Natur und der Naturgeschichte dar. Sie belegen das Vorkommen und die Merkmale von Tieren, Pflanzen, Mineralen oder Gesteinen an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten.

Ihre Arbeit beschränkt sich aber nicht darauf, vergangene Zustände der Natur zu dokumentieren. Vielmehr werden die Sammlungen auch genutzt, um insbesondere bei der jüngeren Generation Wissen über die Natur zu verbreiten und damit den Grundstein für einen rücksichtsvollen Umgang mit unserer Umwelt zu legen.

Die Hauptthemen der neuen Dauerausstellung sind durch Rauminszenierungen dargestellt, in die die Besucher eintauchen können.

In einer Zeit, in der vermehrt über eine sich vollziehende Klimaänderung und ihre Folgen gesprochen wird, ist das Wissen um die diffizilen Zusammenhänge, die zu einem steten Wandel von Klima, Landschaft und Ökosystemen führen, von grundlegender Bedeutung.

Botanische Sammlung

Nachdem die ursprünglichen Pflanzensammlungen im Zweiten Weltkrieg vollständig vernichtet worden waren, verfügt das Museum für Naturkunde Dortmund heute über eine botanische Sammlung von etwa 20.000 Herbarbögen.

Entomologische Sammlung

Die beiden mit Abstand größten Insektenordnungen, die Käfer und die Schmetterlinge, bilden naturgemäß den Schwerpunkt der Sammlung. Aber auch Zweiflügler, Hautflügler, Zikaden und Libellen sind vertreten.

Wirbeltiersammlung

Die Sammlung enthält vor allem Standpräparate (Dermoplastiken) von mitteleuropäischen Säugetieren und Vögeln. Insbesondere die heimische Vogelfauna ist nahezu vollständig vertreten, besonders erwähnenswert sind Greifvögel und Eulen.

Eine kleine Sammlung von Gelegen europäischer Vogelarten, einzelne Balgserien sowie Schädel, Skelette und Felle ergänzen die Wirbeltiersammlung. Neben europäischen Arten sind auch einige exotische Tiere wie etwa Schnabeltier und Kiwi vertreten.

Mollusken und Korallen

Die Sammlung von Mollusken (Weichtiere), Stachelhäutern und Korallen und anderen wirbellosen Tieren umfasst etwa 3.000 Objekte.

Paläontologische Sammlung

Die geowissenschaftlichen Sammlungen mit etwa 70.000 Einzelobjekten umfassen Fossilien der gesamten Erdgeschichte, angefangen bei über zwei Milliarden Jahre alten Stromatolithen aus Australien bis hin zu eiszeitlichen Knochenfunden aus Dortmund und der näheren Umgebung. Einen herausragenden Stellenwert nimmt die paläobotanische Sammlung aus dem Devon und Karbon ein. Highlight der ca. 800 Stücke umfassenden Sammlung der Grube Messel ist ein originales Messeler Urpferdchen.

Mineralogische Sammlung

Besonders die Minerale des Sieger- und Sauerlandes nehmen in der Sammlung einen großen Stellenwert ein, aber auch das Ruhrgebiet, das Bergische Land und das Münsterland sind mit einer Vielzahl an Exponaten vertreten.

Eine Kuriosität, die regelmäßig bei den Besuchern für Gänsehaut sorgt, sind die „menschlichen Steine” (Blasensteine, Nierensteine, Magensteine etc.), die ursprünglich aus den Städtischen Kliniken stammen.

Geologische Sammlung

Die Sammlung enthält petrographische Belegstücke der wichtigsten magmatischen, metamorphen und sedimentären Gesteine aus aller Welt. Sie reicht vom Präkambrium bis zum Quartär und komplettiert die Fossilfunde der jeweiligen Epoche.

Stadt – Land – Fluss

Die biologische Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch Dortmund und sein Umland und zeigt die Vielfalt der Natur in der Stadt und die Schönheit der Landschaftsräume der Region. Im Vordergrund stehen dabei die vielfältigen Vernetzungen und Wechselwirkungen in Ökosystemen, zwischen Faktoren wie Klima, Boden, Wasser und Luft und ihren Bewohnern: Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen. Auch der Mensch als Teil dieser Ökosysteme wird thematisiert: das typische kleinräumliche Mosaik urbaner Lebensräume, die Felder und Ackerflächen, Wiesen, Hecken und Wälder, der Möhnesee und die Ruhr.

Als Dortmund am Äquator lag

Die Erdzeitalter, die den Schwerpunkt der heimischen Geologie bilden (Quartär, Kreide, Karbon), werden auf dem musealen Rundgang durch großzügige Dioramen und Inszenierungen erlebbar gemacht.

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Naturkundemuseen

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