Museum

Weltmuseum Wien

(Museum für Völkerkunde Wien)

Wien: Eines der bedeutendsten ethnographischen Museen der Welt mit umfangreiche Sammlungen aus verschiedenen Erdteilen.

Das Weltmuseum Wien, eines der bedeutendsten ethnographischen Museen der Welt, ist ein Treffpunkt für Menschen und Kulturen, der Wertschätzung und Begeisterung für kulturelle Vielfalt vermittelt. Die Sammlungen des Museums bauen auf rund 250.000 ethnographischen Objekten, über 140.000 Photographien und 146.000 Druckwerken aus unterschiedlichen Teilen der Welt auf.

Zu den international bedeutendsten Kollektionen zählen die „Altmexikanischen Kostbarkeiten”, die „Benin Bronzen”, die Sammlung James Cook (Südsee und Nordamerika), die Sammlung Natterer (Brasilien) und ein Teil der Sammlung Siebold aus Japan.

Herzstück des Museums ist die von Grund auf neu konzipierte Schausammlung. In 14 Sälen, die sich wie eine Perlenkette von Geschichten aneinanderreihen, werden die zentralen Bestände gezeigt und aus zeitgemäßer Sicht interpretiert.

Benin und Äthiopien

Kunst, Macht, Widerstand: das westafrikanische Königreich und das Kaiserreich im Osten des Kontinents waren Europäern schon im späten 15. Jahrhundert ein Begriff. Beide pflegten seit jener Zeit intensiven Austausch, zuerst mit portugiesischen und später mit anderen europäischen Abgesandten und Händlern.

Kulturkampf in Wien

Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts tobte in Wien ein Kulturkampf konservativer Katholiken gegen die „gottlose” Moderne, der bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 andauern sollte.

Ein österreichisches Mosaik Brasiliens

Die habsburgische Außenpolitik basierte auf Machtausdehnung durch Heiratsallianzen. 1817 sandte der österreichische Kaiser Franz I. deshalb seine Tochter, Erzherzogin Leopoldine, nach Brasilien. Um mehr über Pflanzen, Tiere und Menschen zu erfahren, segelte auch eine naturkundliche Expedition über den Atlantik.

Im Schatten des Kolonialismus

Zwischen 1500 und 1920 geriet die Mehrzahl der Weltbevölkerung unter Fremdherrschaft. Diese war durch Ausbeutung und Konflikte geprägt. Vor diesem Hintergrund entfalteten die ethnographischen Museen im 19. und 20. Jahrhundert ihre volle Blüte und prägten stereotype Vorstellungen von untergehenden oder kolonialisierten Kulturen.

Der Blick auf China

Die neue Wahrnehmung: im Zeitalter der Aufklärung verlangte die Oberschicht nach chinesischen Luxusgütern wie Porzellan, Tee, Lackarbeiten oder Seide. Zudem prägten kultivierte Errungenschaften wie das Ordnungskonzept des Konfuzianismus oder ein bildungsorientiertes Beamtenwesen das Bild der Europäer von China.

Japan kommt nach Europa

1873: die Wiener Weltausstellung markierte einen besonderen Moment in der Geschichte Japans. Nach einer von außen erzwungenen Öffnung und einer inneren Umstrukturierung des Landes befand sich Japan im Umbruch.

Sammlerwahn

Museomanie: Jagd- und Studienreisen gehören zur familiären Tradition der Habsburger. Fasziniert vom Exotischen und gepackt von Sammelleidenschaft, bereisen im 19. Jahrhundert drei junge Erzherzöge die Welt. Zwei von ihnen planen Privatmuseen: zur Selbstdarstellung und um ihre monarchischen Qualitäten zu betonen.

Südsee

Begegnungen mit dem verlorenen Paradies: lange bevor sich europäische Entdeckerschiffe in pazifische Gewässer wagten, erkundeten Seefahrer aus Ost- und Südostasien die paradiesisch anmutende Südsee. In mehreren Einwanderungswellen besiedelten sie mit ihren Familien Australien und die Inselwelten Melanesiens, Mikronesiens und Polynesiens.

Indonesien

Die riesige Inselgruppe im fernen Osten hat für viele Menschen einen magischen Klang. Verwoben in diese glitzernden Inselträume sind die Geschichten und Erlebnisse der hier porträtierten Menschen.

Welt in Bewegung

Unzählige Gründe treiben Menschen dazu, ihre Sachen zu packen und ihr Land zu verlassen. Neben Menschen wandern auch Objekte, Erfindungen, Ideen und Ansichten. So entstehen Begegnungen, Austausch, globale Verflechtungen und kulturelle Vielfalt. Diese Vielfalt macht Wien aus und prägt den Alltag.

In eine Neue Welt

Die Nomaden- und Reiterkulturen der Großen Grasebenen Nordamerikas wurden im Laufe der Zeit zu einem Arche- und Stereotyp der „American Indians”: hoch zu Ross, kriegerisch und Büffel jagend. Tatsächlich entwickelte sich diese Lebensform jedoch erst nach der Einführung des europäischen Pferdes in Amerika.

Der Orient vor der Haustüre

Asien beginnt im Südosten Wiens, soll Fürst Metternich, der Staatsmann in Diensten der Habsburger, geäußert haben. Wien als europäisch-asiatische Grenzstadt, östlich davon der Orient als Gegenwelt zum zivilisierten Abendland, bedrohlich und faszinierend zugleich.

Geschichten aus Mesoamerika

Die Gegenstände aus dem Inventar von 1596 der Kunst- und Wunderkammer von Schloss Ambras stammen sowohl aus dem 16. Jahrhundert als auch aus der vorangegangenen präkolumbischen Zeit.

Ein Dorf in den Bergen

Dieser Raum bietet eine Teilhabe am Leben der Bewohner eines buddhistischen Dorfes im Himalaya: wo liegt der Mittelpunkt meines Lebens? Mit wem teile ich ihn? Warum verlasse ich ihn? Wo arbeite ich? Wie verstehe ich meine Umwelt? An welche Götter glaube ich und wo treffe ich sie? Und wahrscheinlich die grundlegendste Frage: Wie erkläre ich mir die Welt?

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