Version
6.2.2025
(modifiziert)
 zu „Kulturlandschaft Deilbachtal (Mühle)”, DE-45257 Essen
Die Anlagen im Deibachtal sind frei zugänglich
Copyright: Ruhr Museum; Foto: Hans Peter Gralingen

Mühle

Kulturlandschaft Deilbachtal

Deilbachtal / Kupferhammer / Kutschenhaus

Nierenhofer Straße 8-10
DE-45257 Essen
0201-24681-444
info@ruhrmuseum.de
Ganzjährig:
frei zugänglich

Das Deilbachtal ist eine der interessantesten Kultur­landschaften des Ruhrgebietes. Es verfügt über eine fünfhundertjährige durchgängige Geschichte als zunächst landwirtschaftlich, dann aber auch industriell genutzter Naturraum.

Schon 1917 wurde der Betrieb des Deiler Eisenhammers aus Rentabilitätsgründen eingestellt, in der Folge aber nicht abgerissen, sondern in den Jahren 1936/37 in einer gemein­samen Aktion verschiedener Beteiligter, darunter auch das damalige Ruhrlandmuseum, als „technisches Kulturdenkmal” betriebsfertig wiederhergestellt und im Schaubetrieb der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er gehört damit zu den ersten Beispielen der Industriekultur in Europa.

Die Denkmäler aus der vor- und frühindustriellen Zeit des Deilbachtals sind am authentischen Standort durch einen Rundwander­weg erschlossen und im Kutschenhaus des ehemaligen Kupferhammers dokumentiert.

Es sind dies außer dem erwähnten Deilbachhammer die„Hundebrücke”, die Prinz-Wilhelm-Bahn, das Betriebsgebäude der ehemaligen Schachtanlage Victoria, die Reste des Ringofens der Voßnacker Steinbrüche, der Schornsteinstumpf des früher zum Tiefbauschacht Wilhelm der Zeche Victoria gehörenden Kesselhauses, der Deilmannsche Bauernhof und die Deiler Mühle. Die Mehrzahl der Gebäude ist nur von außen zu besichtigen.

Das Kutschenhaus zeigt auf der einen Seite die natürlichen Bedingungen und Voraussetzungen des Deilbachtals wie den Deilbach selbst, die umliegenden Wälder und die Erzvorkommen. Andererseits präsentiert sie die wichtigen historischen Ensembles.

So entstehen hier das Bild und die Geschichte des Landschaftsraums, in dem Natur- und Kulturgeschichte in ihrer Wechselwirkung erfahrbar werden.

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