Gebäude

Bayerische Schlösserverwaltung

Neue Residenz

Bamberg: Neue Residenz, Sitz der Bamberger Fürstbischöfe bis 1802, mit zwei Flügeln und dem abschließenden Vierzehnheiligen-Pavillon. Über 40 Prunkräume mit bedeutenden Stuckausstattungen, Möbeln und Wirkteppichen des 17. bis 18. Jh.

Die Neue Residenz ist der erste große Schlossbau des Absolutismus in Franken. Bis 1802 diente sie als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe, die damals geistliche und weltliche Herren des Territoriums waren.

Die beiden am Domplatz gelegenen Barockflügel mit dem abschließenden Vierzehnheiligen-Pavillon entstanden 1697 bis 1703 unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn nach Plänen von Leonhard Dientzenhofer. Vorausgegangen war 1604 bis 1612 die Erbauung der beiden rückwärtigen, den Innenhof mit Arkadengängen umschließenden Renaissanceflügel.

Die Pracht der über 40 Prunkräume mit bedeutenden Stuckausstattungen, Möbeln und Wirkteppichen des 17. bis 18. Jahrhunderts strahlt noch heute die authentische Atmosphäre einer fürstlichen Residenz aus. Ein Höhepunkt ist der Kaisersaal. Der in Tirol geborene Maler Melchior Steidl freskierte ihn 1707 bis 1709 mit 16 überlebensgroßen Kaiserbildnissen sowie mit Allegorien der vier Weltreiche und des „Guten Regiments”.

Sehenswert sind auch das Kurfürstenzimmer, das fürstbischöfliche Appartement sowie die Räume König Ottos I. von Griechenland, der nach seiner Abdankung 1862 mit seiner Gemahlin Amalie hier residierte.

Neben den Schauräumen beherbergt die Neue Residenz auch die „Altdeutsche Galerie” und die „Barockgalerie” der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Der Rosengarten im Residenzhof lädt zum reizvollen Ausblick auf die Stadt ein.

Neue Residenz ist bei:

Profanbauten

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