Ausstellungshaus

Kloster Schussenried

Neues Kloster

Bad Schussenried: Klöster als geistliche Einrichtungen und weltliche Herrschaften, Beziehungen zwischen Kloster und Untertanen, Aspekte klösterlichen Lebens, Volksfrömmigkeit, Studierstube.

Die Räume des barocken Konventbaus werden seit 2000 regelmäßig für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt.

Der erste Teil der Ausstellung im Klostermuseum stellt am Beispiel Schussenried Klöster als geistliche Einrichtungen und weltliche Herrschaften vor. Denn sie waren nicht nur Orte des Gebets, sondern auch politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentren. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Kloster und Untertanen, ihre Rechte und Pflichten, die Einkünfte und Abgaben werden ebenso beleuchtet wie Wirtschaft und Verwaltung. Die Modelle der Architekten Dominikus Zimmermann und Jakob Emele zeigen idealtypisch, dass es im Kloster mehrere Bereiche gab: die repräsentativen Empfangsräume und das Appartement des Abtes, die Räume des Konvents, ausgerichtet auf Andacht und Abgeschiedenheit, und dazu der eher weltliche Bereich der Wirtschaftsgebäude.

Der zweite Ausstellungsteil widmet sich drei Aspekten klösterlichen Lebens: Wallfahrt und Marienverehrung prägen das Leben von Klerus und Volk gleichermaßen. Sie werden am Beispiel des Marienkultes und der Wallfahrt nach Steinhausen demonstriert, dessen Kirche ja von Schussenried errichtet wurde.

Für den dritten Aspekt, die starke Volksfrömmigkeit, steht eine anrührende Darstellung des Marientodes.

Eine Studierstube gibt den Blick frei auf Bildung und Wissenschaft im Kloster, denn gerade dort wurden im Barock rege Studien in den Naturwissenschaften betrieben. Für Studienzwecke legten Klöster Lehrsammlungen von Naturalien, Mineralien und wissenschaftlichen Instrumenten an. Davon zeugen die beiden prachtvollen Globen aus Kloster Salem.

Kloster Schussenried ist bei:
POI

Ausstellungshäuser

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #109240 © Webmuseen