Ausstellung 14.11.25 bis 08.03.26
Schon gewusst? ▸Albrecht Dürer war ein Selfmade-Millionär! Anhand von Originalgrafiken Dürers und Münzen seiner Zeit wird thematisiert, für wieviel Geld Dürer seine Drucke verkaufte.
Für den freien Markt hatte er ein Preissystem nach Größe der Grafiken entwickelt. Es zielte auf großen Absatz und war für viele Menschen bezahlbar. Zum Preisvergleich werden jeweils Produktbeispiele aus der Dürer-Zeit genannt, um die Werte anschaulich zu vermitteln. Zum Beispiel kostete ein kleiner Dürer-Druck etwa so viel wie ein halbes Brathühnchen, für den Preis zweier mittelgroßer Drucke erwarb Dürer einen Gürtel und für den Preis eines großformatigen Druckes kaufte er sich beispielsweise zwei kleine Bücher oder eine Schüssel mit Teller aus Holz. Seine Bücher mit Holzschnittfolgen, wie zum Beispiel das „Marienleben” oder die „Große Passion”, verkaufte Dürer für einen Viertelgulden pro Buch. Für das gleiche Geld kaufte sich der Künstler zum Beispiel eine Tasche, ein andermal ein paar Schuhe und bezahlte diese Summe mehrfach für Arztbesuche.
Von hochrangigen Auftraggebern und bei privaten Direktverkäufen erhielt er zum Teil deutlich höhere Summen. So bezahlte Kardinal Albrecht von Brandenburg 1519 für sein kleinformatiges Bildnis im Kupferstich 200 Gulden und zusätzlich 13 Meter Damast für die Druckplatte samt 200 Abzügen des Stichs. Das entsprach etwa dem vierfachen des durchschnittlichen Jahreseinkommens eines einfachen Handwerkers.
Ausstellungsort
Wohn- und Arbeitsstätte Albrecht Dürers von 1509 bis zu seinem Tod 1528. Rekonstruierte Wohnstuben und Küche, große dürerzeitliche Werkstatt mit Druckerei in Funktion.
Bis 4.10.2026, im Haus
Die Schau präsentiert drei Briefe Dürers an seinen besten Freund, den betdeuttentden Humatnisten Willitbald Pircktheimer – zwei davon im Original.
Museum, Nürnberg
Größtes Museum für Kunst und Kultur des deutschsprachigen Raums. Zeitreise durch 100.000 Jahre Kulturgeschichte vom Faustkeil über den Ezelsdorfer Goldkegel, kostbare mittelalterliche Skulpturen, dem Behaim-Globus, die Kaiserbilder Albrecht Dürers bis hin zu Kunst und Design der Gegenwart.
Ab 17.9.2026, Frankfurt/Main
Sie ist Gefährtin Christi, Heilige und Sünderin, Sinnbild für Begehren und Buße: Maria Magdalena fasziniert seit Jahrhunderten durch ihre Widersprüchlichkeit.
Bis 11.10.2026, Wien
Die Ausstellung ergründet die Anfänge der Albertina und die jeweiligen Motive der Sammelnden.
Bis 8.11.2026, Mannheim
Anton von Kleins umfangreiche grafische Sammlung, die 1922 in die Kunsthalle gelangte, vereint Meisterwerke europäischer Künstler.