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8.5.2024
Otto Dix, Engadin zu „Otto Dix und die Schweiz”, CH-7000 Chur

Ausstellung 22.06. bis 27.10.24

Otto Dix und die Schweiz

Bündner Kunstmuseum

Bahnhofstrasse 35
CH-7000 Chur
02682-2572868
info@bkm.gr.ch
Ganzjährig:
Di-Mi, Fr-So 10-17 Uhr
Do 10-20 Uhr

Otto Dix (1891-1969) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein engagierter Realismus machte ihn in den 1920er-Jahren berühmt, liess ihn aber während der Zeit des Nationalsozialismus zum verfemten Künstler werden. 1933 verlor er seine Professur an der Kunstakademie Dresden, seine Werke galten als „Entartete Kunst”. Otto Dix zog sich an den Bodensee in die Nähe der Schweizer Grenze zurück und schuf von 1934-1945 zahlreiche Landschaftsbilder, welche die Verwerfungen und Widersprüche der Zeit auf eine überraschende Weise reflektieren.

Auffallend ist bei diesen Werken die altmeisterliche Malweise, die in starkem Kontrast zum expressionistischen Schaffen steht. Seine Landschaften gelten als Bilder einer „inneren Emigration” und vermitteln mit ihrer geradezu unheimlichen Leere ein Unbehagen in der Zeit.

Die Schweiz ist in den 1930er-Jahren ein wichtiger Referenzpunkt in Otto Dix’ malerischem wie zeichnerischem Werk. Seine künstlerischen und biografischen Verbindungen in die Schweiz wurden bisher aber kaum beachtet. Das Bündner Kunstmuseum geht dem in einer spezifischen Ausstellung sowie einer ausführlichen Publikation nach. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Werke von Otto Dix, die Ende der 1930er-Jahre entstanden sind, als sich der Künstler längere Zeit zur Kur im Engadin aufhielt, und die bisher noch nie zusammen gezeigt wurden. Das Gemälde San Gian im Winter aus der Sammlung des Bündner Kunstmuseums kann so erstmals in einem grösseren Kontext von weiteren Ölbildern und einer Reihe überaus feiner Zeichnungen gezeigt werden.

POI

Ausstellungsort

Bündner Kunst­museum Chur

Neo­klas­si­zi­sti­sche „Villa Planta”, 1874/75 vom Archi­tek­ten Jo­han­nes Lud­wig als pri­vate Resi­denz erbaut. Über 6000 Ge­mälde, Skulp­turen, Zeich­nun­gen, Druck­grafi­ken, Foto­grafien u.a.m. vom 15. Jahr­hun­dert bis zur Gegen­wart.

Bis 7.7.2024, im Haus

Jan Kiefer. Lieber Lachen

Das Modell einer bei Aus­grabun­gen an der Mosel ent­deckten Stein­skulptur, die ein römi­sches Wein­schiff darstellt, diente Jan Kiefer als Aus­gangs­lage für eine neue Serie von Gemälden.

Stichwort

Ernst Ludwig Kirchner

Museum, Aachen

Suer­mondt-Ludwig-Museum

Kunst aus drei Jahr­tau­sen­den: bürgerliche Kunstkammer, nieder­län­di­sche Male­rei des gol­de­nen Zeit­alters und mittel­alter­liche Skulp­tur, großformatige Gemälde niederländischer und flämischer Künstler, Düsseldorfer Malerschule, Klassische Moderne und Expressionismus. Glasmalerei.

Museum, Celle

Bomann-Museum

Dritt­größ­tes Museum Nieder­sach­sens. Volks­kunde des nieder­säch­si­schen Raumes, Landes­ge­schichte und Ge­schichte der Stadt Celle.

Museum, Düsseldorf

Museum Kunst­palast

Um­fang­reiche Kunst- und Kunst­ge­werbe­samm­lun­gen des frühe­ren Kunst­museums. Werke der ita­lie­ni­schen und hollän­di­schen Malerei und Skulp­tur, Kunst­ge­werbe und Möbel. Hoch­karä­tige Aus­stel­lun­gen.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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