Ausstellung 31.01. bis 17.05.26
In den Jahren um 1900 vermittelten die Zeichnungen aus dem Atelier ▸Otto Wagners (1841-1918) das Bild einer von der Geschichte emanzipierten und dem „modernen Leben” verpflichteten Zukunftsarchitektur. Nicht mehr die Stile der Vergangenheit, sondern Konstruktionen, Materialien und Bedürfnisse der Gegenwart sollten die Formensprache bestimmen.
Die kompositorisch raffinierten und technisch aufwendigen Blätter waren ein wirkungsvolles Medium für Wagners bahnbrechende künstlerische Absichten und zählen heute zu den Meisterwerken der Architekturzeichnung.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Wien Museum, das den Großteil von Otto Wagners Nachlass verwahrt. Es ist das erste Mal, dass das Werk dieses Pioniers der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts in Berlin gezeigt wird, und die erste Ausstellung zum Thema in Deutschland seit mehr als 60 Jahren.
Berlin spielte in Wagners Schaffen eine wichtige Rolle: während seines Studiums an der Bauakademie lernte er das Werk ▸Karl Friedrich Schinkels kennen, dessen Sammlung architektonischer Entwürfe später zum Vorbild für seine eigene Werkpublikation wurde. Zudem nahm Wagner mit eindrucksvollen Projekten an den Wettbewerben für den Berliner Dom und das Reichstagsgebäude teil.
Die Ausstellung ist in sechs Kapitel gegliedert, die den wichtigsten Themen in Wagners Werk gewidmet sind, und präsentiert einige der bedeutendsten Zeichnungen des Architekten. Der Bogen spannt sich vom kaum bekannten historistischen Frühwerk über spektakuläre Projekte aus dem Kontext der ▸Wiener Secession bis zu den radikalen, vom traditionellen Ornament freien Bauten der Spätzeit, die Wagners zentrale Stellung in der Geschichte der modernen Architektur begründeten.
Ausstellungsort
Herausragende Blätter von Architekten des 16. bis 21. Jahrhunderts, mit Schwerpunkt auf den russischen Konstruktivisten. Vier Ausstellungen pro Jahr.
Museum, Wien
Meisterwerke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus. Weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung.
Museum, Wien
Bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts im internationalen Kontext: Klimt, Schiele, Amerling u.v.m.
Bis 31.10.2026, Berlin
Geschichte ist an Zeit und lineare Abfolge gebunden, aber ebenso an Orte, Räume und Schauplätze.
Museum, Berlin
Geschichte und Gegenwart des Nordostens von Berlin. Großobjekte, Fotos, Dokumente, Erinnerungen von Zeitzeugen, Nachlässe.
Bis 27.9.2026, Berlin
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit.