Ausstellung 09.10.21 bis 16.01.22

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Picasso. Fotografie und Mythologie

Münster (Westfalen), Kunstmuseum Pablo Picasso Münster: Durch Mehrfachbelichtungen entsteht ein spannender Dialog zwischen Picassos Scherenschnitten in Form von mythologischen Gestalten, Tieren und Porträts und Villers fotografischer Erkundung der provenzalischen Landschaft. Bis 16.1.22

In seinem Spätwerk adaptierte Picasso das von Matisse zur Perfektion gebrachte Verfahren des Scherenschnitts für die Gestaltung der ungewöhnlichen, in Zusammenarbeit mit dem Fotografen André Villers entstandenen Mappe „Diurnes” (franz. „am Tage”/„tagaktiv”): ein spannender Dialog zwischen Picassos Scherenschnitten in Form mehrfach belichteter mythologischer Gestalten, Tiere und Porträts und Villers fotografischer Erkundung der provenzalischen Landschaft.

Picasso lernte den 22-jährigen im Jahr 1953 im südfranzösischen Vallauris kennen. Er schenkte dem jungen Franzosen seine erste Kamera, mit der Villers in der Folgezeit seine fotografische Weltkarriere begründen sollte. Villers schuf ikonische Porträts von Künstlern wie Salvador Dalí, Le Corbusier, Alexander Calder und Picasso. Er erinnert sich an Picassos Idee zu Beginn der Zusammenarbeit: „Wir müssen unbedingt etwas zusammen machen. Ich schneide kleine Figuren aus, und du fotografierst sie. Mit dem Sonnenlicht kannst du die Schatten betonen. Du musst Tausende von Aufnahmen machen.”

Die 30 Fotomontagen des Künstlerbuchs, das den Höhepunkt der in den 1950er-Jahren begonnenen Zusammenarbeit zwischen Pablo Picasso und dem Fotografen André Villers bildet, treffen im Rahmen der Ausstellung auf Lithografien, Linolschnitte und Fotografien aus dem Eigenbestand des Picasso-Museums.

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