Ausstellung 02.04. bis 26.07.26
Es ist die erste große Schau dieser wegweisenden Künstlerin in Deutschland: eine Schlüsselfigur der abstrakten Kunst wird in den Fokus gerückt.
Als eine der wenigen in den avantgardistischen Kreisen aktiven und anerkannten Frauen sowie als Mitglied der Pariser Künstlervereinigung Abstraction-Création entwickelte Moss eine unverwechselbare Formensprache zwischen Malerei und Skulptur. Mit ihren streng rhythmischen Kompositionen, geometrischen Reliefs und ihrer innovativen Verwendung der Doppellinie in der konstruktivistischen Malerei und Skulptur suchte sie nach einer universellen Ordnung von Farbe, Linie und Raum.
Lange Zeit blieb ihr Werk im Schatten der Kunstgeschichte – nicht zuletzt aufgrund von Verfolgung, Exil, dem Verlust vieler Arbeiten und ihrem queeren Selbstverständnis. Das Georg Kolbe Museum präsentiert es nun in einer Ausstellung. Erstmals werden dabei die noch erhaltenen Skulpturen von Marlow Moss gemeinsam gezeigt. Malerei, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Archivmaterial ergänzen die Ausstellung, die ein eindrucksvolles Bild der künstlerischen Vision und des bewegten Lebens von Moss zeichnen.
Die zeitgenössischen Künstler Leonor Antunes, Tacita Dean, Florette Dijkstra und Ro Robertson bereichern die Ausstellung mit ihren eigenen künstlerischen Perspektiven, die verschiedenste Verbindungslinien zu Moss eröffnen. Im lebendigen Dialog der Werke entsteht so eine fesselnde Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Ausstellungsort
Sammelstätte des Werks von Georg Kolbe. Bildhauerzeichnungen, Photographien, Skulptur des 20. Jahrhunderts.
Bis 18.10.2026, Berlin
Die Offenheit für das Experiment, die Lust am Austesten von neuen Möglichkeiten wurden zum Wesensmerkmal Ihres Schaffens.
Museum, Berlin
Bis 21.6.2026, Berlin
Auch im Kunsthandwerk zeigt sich der charakteristische Stil der Brücke: Schnell, direkt und die Lust am Experiment.