Ausstellung 17.07.20 bis 01.08.21

Deutsches Theatermuseum

Regietheater

München, Deutsches Theatermuseum: Regietheater: ein Reizwort der deutschsprachigen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik. Bis 1.8.21

Regietheater: ein Reizwort der deutschsprachigen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik. Die konservative Gruppe, die an Bewährtem festhalten will, führt die Werktreue im Munde, ein zentraler Begriff in der Diskussion darüber, was Regietheater darf und was nicht.

Die Geschichte, die hier erzählt wird, beginnt bei Otto Brahm und Max Reinhardt, der in Abwendung von seinem geistigen Mentor sein eigenes Theater zu profilieren suchte. Bei diesem wiederum begannen Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ihre Karrieren und suchten in Abgrenzung zu ihm ihren eigenen künstlerischen Weg. Fritz Kortners Regieassistent war einmal Peter Stein, der ihn später eher skeptisch sah, dagegen von dessen Vorläufer Max Reinhardt szenographische Spielideen übernahm.

Optisch unterstrichen wird diese Geschichte vor allem durch Bühnenbildentwürfe, da das szenographische Material weitaus ergiebiger ist, als das Fotomaterial der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts – aus technischen Gründen – sein kann. Umfängliche Recherchen führen Original-Grafiken zusammen aus Sammlungen in Köln, Wien, Berlin, Salzburg, Saarbrücken und München.

Deutsches Theatermuseum ist bei:
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1049471 © Webmuseen