Museum
Die reizvolle Landschaft der oberösterreichischen Seenregion zog seit jeher Menschen an, sich hier niederzulassen. Entsprechend reich ist das archäologische Erbe: in Weyregg sind zwei jungsteinzeitliche Pfahlbausiedlungen bekannt, und in römischer Zeit, also vor über 1.800 Jahren, entstand hier eine der ersten Luxusvillen am Attersee.
Im Gemeindeamt (im ehemaligen Postamt) von Weyregg am Attersee sind ein 3D Modell der römischen Luxusvilla mit Seeblick sowie Fundstücke der Ausgrabungen ausgestellt, ergänzt um ein Mini-Kino zu Forschungsgeschichte und Rekonstruktion der Villa sowie eine Großillustration mit integrierten Vermittlungselementen.
In der Römerzeit spielte der Attergau in zweierlei Hinsicht eine wichtige Rolle. Zum einen verlief hier die römische Reichsstraße, die die Städte Ovilava (Wels) und Iuvavum (Salzburg) miteinander verband. Im Nahbereich dieser Straße und entlang kleinerer Neben- und Querverbindungen lagen zahlreiche römische Gutshöfe, die das Siedlungsbild prägten. Zum anderen genoss die römische Oberschicht ab dem 2. Jh. n.Chr. auch die idyllische Landschaft in der Seenregion, wie Fundstellen am Traunsee, am Mondsee und am Attersee belegen.
Römische Einzelfunde sind von mehreren Ortschaften rund um den Attersee belegt. In Seewalchen wurden ein Verwahrfund mit über 100 römischen Silbermünzen sowie drei Grabdenkmäler entdeckt. Auf einer Inschrift ist mit Messorius Matuco ein Veteran der in Lauriacum (Enns) stationierten zweiten Italischen Legion genannt, der sich wohl hier zur Ruhe gesetzt hat. Der Deckel einer römischen Aschenkiste mit dem Porträt eines Mannes ist heute noch an der Pfarrkirche zu sehen.
In Weyregg ist ein römischer Gutshof in bester Lage bekannt. Mit mindestens 13 verschiedenen Mosaikböden, die im Laufe der letzten 250 Jahre dokumentiert werden konnten, handelte es sich um eine der am besten ausgestatteten römischen Villen im heutigen Oberösterreich. Ein Rätsel geben die wenigen römischen Kleinfunde auf, die in Weyregg bislang gefunden worden sind. Vielleicht hat die Besitzerfamilie das Anwesen geordnet verlassen und ihr gesamtes Hab und Gut mitgenommen.
Ganz in der Nähe des Museums findet sich ein Unterwasserdenkmal, welches für den europäischen Raum nördlich der Alpen einzigartig ist: die Reste einer römischen Anlage, die man heute noch mit freiem Auge erkennen kann. Es handelt sich möglicherweise um eine Hafenanlage bzw. Bootsanlegestelle, nach neuesten Erkenntnissen wird die Anlage auch als Fischbecken interpretiert.
In Mondsee lag im Bereich des ehemaligen Benediktinerstiftes ebenfalls ein römischer Gutshof. Durch eine dort erhaltene Grabinschrift kennen wir einen der Besitzer namentlich: Lucius Cotinius Martialis, Gemeinderat und Bürgermeister der Bürger von Iuvavum, und seine Gattin Peccia Latina.
Museum, Weyregg am Attersee
Museum, Schörfling am Attersee
Der berühmte Maler verbrachte die Sommermonate zwischen 1900 und 1916 regelmäßig in dieser Region.
Museum, Weyregg am Attersee
Gebäude, St. Georgen im Attergau
Typisches „Mittertenn-Einhaus” mit einer flachen Dachneigung.
Museum, Neukirchen
Gebäude im typischen Baustil der Viechtau. Leben der Bevölkerung vor etwa hundert Jahren. Schnitzen und Drechseln Viechtauer Holzwaren in Heimarbeit.
Museum, St. Gilgen
Geburtshaus der Mutter Mozarts. Gesellschaft und Kultur zu Lebzeiten der Familie Mozart. Doppelrelief der Mutter Mozarts und der Schwester Nannerl.
Museum, Neukirchen a.d.Vöckla
Typischer Hausruckviertler Vierseithof. Österreichisches Dreschmaschinenmuseum, Handwerkerhaus.