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8.5.2024
Die Burg als Gerichtsort zu „Schlag um Schlag”, DE-04626 Posterstein

Ausstellung 12.05. bis 17.11.24

Schlag um Schlag

Die Burg als Gerichtsort

Museum Burg Posterstein

Burgberg 1
DE-04626 Posterstein
März bis Okt:
Di-So 10-17 Uhr
Nov bis Feb:
Di-Sa 10-16 Uhr
So+Ft 10-17 Uhr

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Burg als Ort, an dem Gericht gehalten und Recht gesprochen wurde. Denn auf vielen Burgen war der Burgherr auch der Richter. Zumindest besaß er das Recht, über seine Untertanen zu richten. Jedes Testament, jeder Verkauf, jede Vormundschaft ging über seinen Tisch und brachte ihm Geld ein.

Die Dorfordnung und die Rügegerichtsordnung regelten, was man durfte oder nicht durfte und welche Strafe man zu erwarten hatte, wenn man die Vorschriften nicht einhielt. Oberstes Gebot war, dass sich „jeder eines ehrbaren und gotteswohlgefälligen Lebens befleißigen” sollte.

Aber auch in Posterstein hielt sich nicht jeder an geltende Gebote: Unzucht, Mord und andere Untaten kamen vor Gericht. Seit dem 16. Jahrhundert wurden professionelle Advokaten angestellt. Ihnen zur Seite standen die Laienrichter und Schöffen aus der Dorfgemeinschaft. Folter als Mittel der Beweisaufnahme war üblich. Diese so genannte „peinliche Befragung” durfte jedoch nur angewendet werden, wenn ausreichend Indizien für die Täterschaft vorlagen.

Seit 1528 gibt es Postersteiner Gerichtsbücher. Sie verraten viel über die Menschen und ihre Zeit. Spannende Fälle passierten nicht jeden Tag in Posterstein. Für die Ausstellung wurden einige ausgewählt und von Laiendarstellern des Traditionsvereins Altenburger Prinzenraub e.V. und der Gefolgschaft zu Posterstein unter Anleitung von Profis nachgespielt. Als kurze Filme sind sie in der Ausstellung zu sehen. Hauptschauplatz dieser Ausstellung ist der Gerichtsraum der Burg. Das Museum Burg Posterstein präsentiert anlässlich des Thüringer Burgenjahres neueste Forschungsergebnisse zur Geschichte der Gerichtsbarkeit der Burg.

POI

Ausstellungsort

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Rainer Göttlinger
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