Gebäude

Stiftung Preußische Schlösser

Schloss Charlottenburg

(Obergeschoss mit Silberkammer bis auf weiteres geschlossen)

Berlin: Das ehemalige Sommerschloß Lietzenburg der preußischen Königin Sophie Charlotte (1668-1705), Gemahlin Friedrichs I. und Großmutter Friedrichs des Großen, wurde nach deren frühem Tod in Charlottenburg umbenannt. Barocke Paradekammern, Porzellankabinett, Ahnengalerie und Schloßkapelle.

Das ehemalige Sommerschloss Lietzenburg der geistreichen und kunstsinnigen preußischen Königin Sophie Charlotte (1668-1705), Gemahlin Friedrichs I. und Großmutter Friedrichs des Großen, wurde nach deren frühem Tod in Charlottenburg umbenannt.

Charlottenburg ist die größte und bedeutendste Schlossanlage der einstigen brandenburgischen Kurfürsten, preußischen Könige und deutschen Kaiser in Berlin. Sie gehörte zu den Lieblingsorten von sieben Generationen Hohen­zollern­herrscher, die einzelne Räume und Gartenpartien immer wieder verändern und prachtvoll ausstatten ließen.

Heute lässt sich hier der wechselnde Geschmack ihrer zahlreichen Bewohner und die sich verändernden Anforderungen an die zeremonielle und private Nutzung vom Barock bis zum frühen 20. Jahrhundert nachvollziehen.

Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend wiederhergestellt und ausgestattet, ist die ehemalige Sommerresidenz mit ihren barocken Paradekammern, dem Porzellankabinett, der Ahnengalerie und der Schlosskapelle eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins.

Das Schloss bietet neben einer Einführung in die Dynastie der Hohenzollern originalgetreu eingerichtete Räume und Säle, beeindruckende Zimmerfluchten und hochkarätige Kunstsammlungen mit herausragenden Meisterwerken. Das Porzellankabinett, die Schlosskapelle und das Schlafzimmer Friedrichs I. zählen zu den Höhepunkten der prachtvollen barocken Paradeappartements im turmbekrönten, um 1700 entstandenen Alten Schloss.

Neuer Flügel

Friedrich der Große ließ sich nach seinem Regierungsantritt 1740 als Erweiterung des Charlottenburger Alten Schlosses den Neuen Flügel errichten. Höhepunkt dieses eigenständigen, im Zweiten Weltkrieg nahezu vernichteten und wieder weitgehend rekonstruierten Schlossbaus sind die repräsentativen Festsäle: der Weiße Saal und die glanzvolle Goldene Galerie gehören zu den schönsten Rokoko­schöpfun­gen Europas.

In den beiden Königswohnungen ist heute eine der größten Sammlungen französischer Malerei des 18. Jahrhunderts außerhalb Frankreichs zu sehen, darunter Meisterwerke von Antoine Watteau. Ähnlich besaß sein Neffe und Nachfolger, König Friedrich Wilhelm II., im Neuen Flügel eine im chinoisen und etruskischen Stil gestaltete Sommerwohnung und die frühklassizistischen Winter­kammern.

Sein Sohn König Friedrich Wilhelm III. nutzte mit seiner berühmten Gemahlin Luise den Neuen Flügel ebenfalls als bevorzugte Sommerresidenz. Ihr elegantes Schlafzimmer, ein erlesenes Beispiel preußischer Möbelkunst, entwarf 1810 Karl Friedrich Schinkel. In der ehemaligen Wohnung Friedrich Wilhelms III. im Erdgeschoss wird hochkarätiger königlicher Kunstbesitz des frühen 19. Jahr­hunderts gezeigt.

Schlossgarten

Der Schlossgarten Charlottenburg, geschaffen ab 1695 von der klugen und weltoffenen Kurfürstin Sophie Charlotte, ist ein facettenreicher Schauplatz königlicher Garten­kunst.

Der Verfasser hat Schloss und Park am 1.11.2011 besucht.

Schloss Charlottenburg ist bei:

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