Schloss
Schloss Ehrenburg wurde im 16. Jahrhundert als repräsentative Stadtresidenz unter den Coburger Herzögen errichtet. Kaiser Karl V. soll der vollendeten Dreiflügelanlage den Namen „Ehrenburg” verliehen haben, da der Bau ohne Frondienste ausgeführt worden war.
Nach einer Brandkatastrophe wurde das Schloss unter Herzog Albrecht ab 1690 zu einer barocken dreiflügeligen Residenzanlage mit Schlosskirche ausgebaut. Aus dieser Zeit sind Räume mit üppigen Stuckaturen oberitalienischer Meister, die Hofkirche und vor allem der sogenannte Riesensaal erhalten. Seinen Namen verdankt dieser prächtige Festsaal 28 mächtigen Hermen, die als Pfeilerfiguren das umlaufende Gebälk tragen.
Herzog Ernst I. (reg. 1806-1844) ließ Schloss Ehrenburg wenige Jahre nach seinem Regierungsantritt dem Zeitgeschmack gemäß umgestalten. So erhielt der Bau ab 1810 seine eindrucksvolle gotisierende Fassade nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel.
Für die Ausgestaltung der Wohn- und Festräume berief man den Franzosen André-Marie Renié-Grétry nach Coburg. Basierend auf seinen Entwürfen wurden diese zwischen 1816 und 1840 im Stil des französischen Empire erneuert und mit prunkvollen Möbeln, Uhren, Leuchtern und Tapisserien aus bedeutenden Pariser Manufakturen ausgestattet.
Von den weit reichenden dynastischen Verbindungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, das im 19. Jahrhundert durch geschickte Heiratspolitik zu europäischer Bedeutung aufstieg, zeugen zahlreiche Porträts in den Schlossräumen sowie nicht zuletzt das Schlafzimmer der Queen Victoria, die häufig zu Gast in Coburg war.
Ebenfalls sehenswert sind zwei Bildergalerien der Coburger Herzöge mit Werken von Lucas Cranach d.A., von holländischen und flämischen Künstlern des 16. und 17. Jahrhunderts sowie mit Landschaftsbildern der Romantik.
Haupthaus, München
Eine der traditionsreichsten Verwaltungen des Freistaates Bayern und mit 45 Schlössern, Burgen und Residenzen sowie weiteren Baudenkmälern, Hofgärten, Schlossparks, Gartenanlagen und Seen einer der größten staatlichen Museumsträger in Deutschland.
Museum, Coburg
Bis 31.5.2026, Coburg
Diese „Miniaturrüstung” ist die genaue und voll funktionsfähige Verkleinerung eines Feldharnischs des späten 16. Jahrhunderts.
Bis 28.6.2026, Coburg
Bei Andreas Flockens umgebauter Kutsche, von der heute nur noch historische Fotografien existieren, handelt es sich wohl weltweit um den ersten vierrädrigen Wagen, der mit der Kraft der Elektrizität angetrieben wurde.
Museum, Coburg
Baugeschichte und Grabungsdokumentation des östlichen Kirchhofs, wo man auf die Fundamente der 1827 abgebrochenen Kapelle der mittelalterlichen Propstei des Saalfelder Benediktinerklosters aus dem 14. Jh., hochmittelalterliche Gräber.