Schloss
Die absolutistische, spätbarocke Schlossanlage mit ihren monumentalen Ausmaßen hat eine 440 Meter lange Schaufront, die von einem akzentuierenden Mittelbau (Corps de logis) und den Ost- und Westflügeln gegliedert wird.
Vom Treppenhaus führt eine doppelflügelige Tür in den prächtigen Rittersaal. Von den vier an den Schmalseiten angeordneten Türen führen zwei in die angrenzenden Appartements. Die beiden anderen sind Scheintüren, die nur der Symmetrie dienen – typisch für die Barockzeit! Fünf Fensterachsen ermöglichten den Blick in den heute nicht mehr vorhandenen Schlossgarten.
Der Rittersaal samt barockem Deckengemälde von Cosmas Damian Asam wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und nach 1947 mithilfe historischer Fotos rekonstruiert. Noch heute beeindruckt seine Monumentalität.
Im östlichen Flügel des Hauptgebäudes liegen vier Prunksäle, die das Kaiserliche Quartier bilden. Zu den markantesten Ausstattungsstücken zählen kostbare Wandteppiche. Herzstück des Quartiers ist der Thronsaal, auch Audienzzimmer genannt: hier fanden Staatsempfänge und offizielle Regierungsgeschäfte statt.
Die Schlittengruppe diente als kunstvoller Tafelschmuck eines barocken Dessertgangs.
Nach dem Übergang der Kurpfalz an Baden 1803 nutzte Großherzogin Stéphanie den westlichen Flügel des Hauptgebäudes als Witwensitz und ließ vier Säle im Stil des späten Empire ausstatten. Im Trabantensaal, benannt nach den Leibwächtern eines Fürsten, befindet sich heute der „Erlebnisraum Hofmusik”, der mit Instrumenten, Audiostationen und Filmen die musikalische Glanzzeit des Schlosses erschließt.
Reizvoll ist auch der einzige im Originalzustand erhalten gebliebene Raum des Schlosses, die Privatbibliothek der Kurfürstin Elisabeth Augusta mit ihren überreich verzierten Wände und den hinter Gittertüren versteckten Bücherregalen. Das kleine Kabinett liegt im Erdgeschoss des Hauptgebäudes und war Teil eines intimen Gartenappartements der Kurfürstin.
Die ▸Bibliothek ist nicht öffentlich zugänglich, kann aber in Form eines barrierearmen ▸VR-Rundgangs virtuell besichtigt werden – eine authentische und ▸immersive Reise in die Vergangenheit.
Vom Mannheimer Schlossgarten ist heute nur noch wenig zu sehen: großflächige Eisenbahn- und Straßentrassen zerschneiden die ehemaligen Grünflächen.
Museum, Mannheim
Kunst- und Kulturgeschichte, Kleider und Möbel, Theater, Musikinstrumente und Fotografie. Stadtgeschichte Mannheims.
Museum, Mannheim
Einer der wenigen öffentlichen Ausstellungsräume für zeitgenössische Fotografie in Deutschland.
Mannheim
Museum, Mannheim
Leben und Lebensumfeld in der Steinzeit. Kulturen von Nord- und Schwarzafrika, des Islam, von Indien, China und Japan. Naturhistorische Entwicklung der Region.
Museum, Mannheim
Überregional bekannte Sammlungen der Malerei und Plastik des 19. und 20. Jahrhunderts, Graphisches Kabinett. Impressionismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Informel. Beckmann, Dix, Kandinsky, Klee, Liebermann, Cézanne. Internationale Skulptur.
Schiff, Mannheim
Historischer Schaufelraddampfer, einst prachtvoller Ausflugsdampfer auf dem Rhein für 2.500 Passagiere.