Ausstellung 06.09. bis 29.11.20

Museum Gunzenhauser

Sebastian Gögel

Allzumenschliches

Chemnitz, Museum Gunzenhauser: Die Ausstellung führt Gemälde und Grafiken von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Helmut Kolle, Gabriele Münter, Georg Schrimpf u.a. mit Werken des Leipziger Künstlers Sebastian Gögel (*1978) zusammen. Bis 29.11.20

Die Ausstellung führt Gemälde und Grafiken von Otto Dix, Conrad Felixmüller, Helmut Kolle, Gabriele Münter, Georg Schrimpf u.a. mit Werken des Leipziger Künstlers Sebastian Gögel (*1978) zusammen. Mal düster, mal humorvoll, jedoch immer mit großer Ernsthaftigkeit und scharfer Beobachtungsgabe dokumentieren sie die Menschen ihrer Zeit.

Sebastian Gögels künstlerischer Blick richtet sich dorthin, wo es weh tut, wo Tragik und Komik nahe beieinander liegen. In einer Zeit, die neue und alte Konflikte in sich birgt, sind seine Bilder Reflexionen auf soziale, politische und gesellschaftliche Missstände, die er in einer unverwechselbaren Bildsprache veranschaulicht, ohne mit dem Finger darauf zu zeigen.

In vorahnungsvoller Aufbruchsstimmung oder eingeklemmt in ihren selbst erschaffenen Konstruktionen stellen die Protagonist:innen seiner Bilder von Angesicht zu Angesicht Sinnbilder der Zwischenmenschlichkeit dar. Während sich die Künstler:innen in der Weimarer Republik von den Ekstasen des Expressionismus abwandten, in der Neuen Sachlichkeit einen nüchternen Blick auf die Dinge entwickelten und sich mit Lust und Neugierde den Facetten des menschlichen Daseins widmeten, sind Gögels Arbeiten wie eine Symbiose aus beiden Strömungen zu lesen. In expressionistischer Manier und mit großem Hunger nach Materie, Fläche und Farbe legt er schichtweise den Verismus seiner Motive offen. Das äußere Sehen wird zum inneren Schauen – und Erschauern über das, was darunter zum Vorschein kommen kann.

Sebastian Gögel wurde 1978 in Sonneberg geboren, er lebt und arbeitet in Leipzig.

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