Ausstellung 16.05. bis 03.10.21

Städtisches Museum Hexenbürgermeisterhaus

Shmuel Raveh 1925-1986

Das Leben eines stillen Zeitzeugen?!

Lemgo, Städtisches Museum Hexenbürgermeisterhaus: Den Besuchern wird die Biografie des Shoah-Überlebenden in sechs Lebensabschnitten nähergebracht. Dabei werden auch eher unbekannte Themen beleuchtet. Bis 3.10.21

Shmuel Rubin (Raveh) hat die Shoah (hebr. = Katastrophe) überlebt, den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Juden.

Der in Polen geborene Mann strandete 1945 in Lemgo. Hier lernte er Karla Frenkel kennen, die als einzige Holocaust-Überlebende ihrer Familie in ihre Heimatstadt zurückkehrte. 1949 heiratete das Paar und emigrierte nach Israel. Im Gegensatz zu seiner Frau, die ihre Lebensgeschichte publizierte, berichtete Shmuel Raveh nie öffentlich von seinem Schicksal. 1986 starb er nach kurzer, schwerer Krankheit. Jahre später fand sein Sohn Michael Raveh handschriftliche Aufzeichnungen seines Vaters und brachte dessen Biografie 2020 als Buch heraus.

In Lemgo, wo Shmuel Raveh nach Kriegsende zurück ins Leben fand, zeigt die Gedenkstätte Frenkel-Haus in den Räumen des Museums Hexenbürgermeisterhaus eine Ausstellung zum Leben des stillen Zeitzeugen. Den Besuchern wird die Biografie des Shoah-Überlebenden in sechs Lebensabschnitten nähergebracht. Dabei werden auch eher unbekannte Themen, wie das jüdische Leben im Polen der Zwischenkriegszeit (1920-1939) oder den „Displaced Persons” im Nachkriegsdeutschland, beleuchtet.

Auch 35 Jahre nach dem Tod Shmuel Ravehs bleiben Fragen unbeantwortet und Leerstellen ungefüllt. In der Ausstellung kommen daher auch Angehörige, Freunde und Weggefährten für den Mann zu Wort, dessen einzigartige Lebensgeschichte nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

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