Museum

Stadtmuseum

(Heimatmuseum im Hohen Giebel)

Horb am Neckar: Grabungsfunde, Stadtgeschichte, Genre-Malerei (Kaltenmoser, Hirschfelder), Persönlichkeiten aus Horb, Veit-Stoß-Dokumentation, Horber Bildhauerschule. Sammlung von Nachtwächterkontrolluhren.

Die Abteilung zur Stadtgeschichte zeigt archäologische und künstlerische Zeugnisse zur Horber Geschichte.

Die ältesten ausgestellten Spuren sind die Grabungsfunde aus dem frühmerowingerzeitlichen Gräberfeld von Horb-Altheim. Den Verstorbenen wurden wertvoller Schmuck, prunkvolle Waffen und kunsthandwerklich gestaltete Alltagsgegenstände mit ins Grab gelegt. Die Fundobjekte erzählen von Migration und Integration in der Völkerwanderungszeit zwischen Ostgermanen und Alamannen.

Ein kunstgeschichtlicher Schwerpunkt der Dauerausstellung sind die Stadtansichten aus vergangenen Jahrhunderten. Die reizvolle Landschaft des Neckartals, die einzigartige Stadtsilhouette und die idyllischen Winkel und Gassen haben viele Maler inspiriert. Besonders sehenswert sind die Werke der aus Horb stammenden Genremaler Caspar Kaltenmoser (1806-1867) und Salomon Hirschfelder (1831-1903), die beide in München zu Berühmtheit gelangten. Ihre Skizzen und Gemälde bezaubern unter anderem mit humorvollen Szenen der Landbevölkerung dieser Zeit.

In den Museumsräumen erinnern Porträts und Schriftdokumente an berühmte Persönlichkeiten aus Horb, etwa an den Bauernführer und Verfasser der Bauernartikel von 1525, Sebastian Lotzer (1490 bis nach 1525) sowie den vielseitigen Gelehrten Fürstabt Martin Gerbert von St. Blasien (1720-1793).

Erwähnenswert sind auch die Dokumentationen zu Veit-Stoß und zur Horber Bildhauerschule, die Relikte der Horber Kunsthandwerkstradition, die sakrale Kunst sowie eine beachtenswerte Sammlung von Nachtwächterkontrolluhren.

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