Ausstellung 19.06.19 bis 27.09.20

Altes Museum

Starke Typen

Griechische Porträts der Antike

Berlin, Altes Museum: Das Porträt als Bildnis einer bestimmten, realen bzw. historischen Person ist eine wichtige Errungenschaft der griechischen Kunst und bildet die Grundlage der westlich-abendländischen Porträttradition. Griechische Porträts sind jedoch keine fotografisch genauen Abbilder. Bis 27.9.20

Das Porträt als Bildnis einer bestimmten, realen bzw. historischen Person ist eine wichtige Errungenschaft der griechischen Kunst. Sie wirkt über die römische Kaiserzeit und die Renaissance bis heute fort und bildet die Grundlage der westlich-abendländischen Porträttradition.

Griechische Porträts sind jedoch keine fotografisch genauen Abbilder, die uns das tatsächliche Aussehen einer Person überliefern, sondern sie sind typengebunden und charakterisieren die Person nach Alter, sozialem Status und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Maßgebend sind die jeweils gültigen Idealvorstellungen, Anlass und Ort der Aufstellung, die Eigenschaften der jeweiligen Bildträger (Statuen, Reliefs, Vasen etc.) sowie die programmatischen Absichten der Auftraggeber. Individualisierende Merkmale machen das Bildnis unverwechselbar, müssen jedoch nicht lebensecht sein. Identität wird durch Namensbeischrift hergestellt.

Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung des griechischen Porträts im Spannungsfeld von Ideal und Individualisierung, die in ihren unterschiedlichen, jeweils nebeneinander existierenden Mischungen vielfältige Möglichkeiten zur Inszenierung von Identitäten boten. Zugleich beleuchtet sie verschiedene Aspekte des antiken Kontextes und der Überlieferungsgeschichte griechischer Porträts.

Den Kern der Schau bilden 20 hochkarätige Leihgaben der Glyptothek und Antikensammlungen München. Es handelt sich um marmorne Porträtköpfe historisch bedeutender Dichter, Strategen, Philosophen und Könige, einen historischen Bronzenachguss und eine attische Vase mit einer einzigartigen Darstellung der Dichterin Sappho.

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