Ausstellung 18.04. bis 28.08.22

Winckelmann-Museum

Stimmen der Arktis. Kunst und Klima

in der Kleinen Galerie

Stendal, Winckelmann-Museum: Viele Inuit-Künstler widmen sich dem Thema Umwelt. Die Ausstellung zeigt eine in Europa noch weitgehend unbekannte, faszinierende Kunst. Bis 28.8.22

Der Klimawandel und seine katastrophalen Folgen sind weltweit spürbar, besonders drastisch jedoch in der Arktis. Für ihre Einwohner – die Inuit – ist das Gleichgewicht mit der Natur lebensentscheidend. Viele Inuit-Künstler widmen sich deshalb dem Thema Umwelt.

Die Ausstellung zeigt eine in Europa noch weitgehend unbekannte, faszinierende Kunst: Skulpturen, geschaffen aus „klassischem” Steinmaterial wie Marmor und Alabaster, thematisch jedoch die Mythen- und Wahrnehmungswelt der indigenen Arktisbewohner wieder­gebend.

Da gibt es zum Beispiel „Sedna”, die Mutter aller Meeressäuger, von dem indigenen kanadischen Künstler Bill Nasogaluak. Sedna ist eine gefürchtete Gottheit, die die Welt im Gleichgewicht hält, indem sie diejenigen bestraft, die sich nicht an die Regeln halten. Nun ist sie selbst bedroht. Oder die Skulptur „Eisbär in einer Öllache” vom gleichen Künstler; sie wird zum beeindruckenden Mahn- und Sinnbild der globalen Umweltzerstörung. Es ist Zeit, auf Menschen zu hören, die noch eine enge Verbindung mit der Natur pflegen und ihre Veränderungen mit großer Sensibilität wahrnehmen – zum Wohl künftiger Generationen. Hier wie dort.

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