Ausstellung 22.09. bis 06.12.20

Neue Sächsische Galerie

störenfriede

100 Sächsische Grafiken 2020

Chemnitz, Neue Sächsische Galerie: Die Auslober des Grafikwettbewerbes 100 Sächsische Grafiken begeben sich ein weiteres Mal in die Mitte der politischen Diskussionen. Von einer Fachjury wurden Arbeiten von 78 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Bis 6.12.20

Die Auslober des Grafikwettbewerbes 100 Sächsische Grafiken begeben sich ein weiteres Mal in die Mitte der politischen Diskussionen und geben damit ihrer Erwartung und ihrem Anspruch Ausdruck, wo Kunst ihren Platz heute suchen sollte und dass im Werk eine Haltung der Produzent:innen sichtbar wird.

Zum Wettbewerb der 13. Biennale hatten 127 Künstlerinnen und Künstler 342 Arbeiten eingereicht. Von einer Fachjury wurden Arbeiten von 78 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt.

Wie von den Auslobern erhofft, nimmt der Bereich der politischen Perspektiven mit dem und auf den Störenfried breiten Raum unter den Beiträgen ein. Neben Desillusionierung, Ökologie und Naturzerstörung, Rassismus, Feminismus, dem Einsatz körperlicher Gewalt und aggressivem Hass treten begleitende soziale Rollen wie der Zeuge, der Abweichler, der Abhängige, der Migrant auf. Weibliche Störenfriede zeigen ihre aktuelle Präsenz. Der Mensch hat es auch geschafft, Naturwesen zu meist negativ konnotierten Symbolen des Störenfrieds zu entwickeln: Wolf, Mücke, Stier. In den literarischen Überlieferungen übernehmen der zur Unzeit krähende Hahn oder die Medusa ähnliche Funktionen.

POI
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1048974 © Webmuseen