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23.4.2024
(modifiziert)
 zu „Südtiroler Obstbaumuseum (Museum)”, IT-39011 Lana

Museum

Südtiroler Obstbaumuseum

Museo di Frutticoltura

Brandis-Waalweg 4
IT-39011 Lana
Ab Ende März, Juni, Nov:
Mo-Fr 10-15 Uhr
April bis Mai,
Sept bis Okt:
Mo-Sa 10-17 Uhr
Mo-Fr 10-17 Uhr
So+Ft 10-18 Uhr
Juli bis Aug:
Mo-Fr 9-14 Uhr
So+Ft 12-18 Uhr
Mo, Do 18-21 Uhr

Das Museum im Larchgut dokumentiert umfassend die geschichtliche Entwicklung und aktuelle Situation des Obstbaues in Südtirol: Urbarmachung der Etschauen, Anbauformen, alte und neue Obstsorten, Schädlingsbekämpfung und Bewässerung bis zur Obsternte. Im Mittelpunkt steht der Apfel als eine ganz beson­dere Frucht.

Paradiesfrucht

Im Paradies wächst der Apfel als verbotene Frucht auf dem Baum der Erkenntnis, in der griechischen Mythologie ist er eng mit der Göttin der Liebe verknüpft, und im Mittelalter wurde er als Reichsapfel gar zum Herrschersymbol. Auch Dichter haben den Apfel in den Mittelpunkt ihres literarischen Interesses gerückt, wie etwa Friedrich Schiller bei Wilhelm Tell.

Erwerbsobstbau

Über Jahrhunderte wurden Apfelbäume lediglich zur Selbstversorgung rund um die Hofstelle angepflanzt. Die Regulierung der Flüsse und die Trockenlegung der Möser, insbesondere aber der Anschluss an das internationale Schienennetz bildeten gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlage für den Erwerbsobstbau: er wurde zu einem wirtschaftlichen Faktor, mit dem der Bauer zu rechnen begann. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Obstgenossenschaften. Heute gilt Südtirol als das größte zusammenhängende Obstbau­gebiet Europas.

Frostschutz

Der Schutz der Obstkulturen vor den Frühjahrsfrösten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte. Ab den späten 1950er Jahren setzte sich die revolutionäre Methode der Frostberegnung durch. Auch der Pflanzenschutz spielte von Beginn an eine wichtige Rolle.

Sortenvielfalt

Die besonderen geografischen Bedingungen und das alpin-mediterrane Klima lassen im Apfelland Südtirol eine besondere Sortenvielfalt entstehen. Zu den ältesten Apfelsorten gehören der Maschanzker, der Köstliche, die Goldparmäne und der Lederer. Der Weiße Rosmarin galt im Ausland als der „Tiroler Apfel” schlechthin und begründete den guten Ruf der hiesigen Obstproduktion. Doch sind diese alten Sorten, genau wie Kalterer Böhmer, Gravensteiner, Jonathan, Champagnerrenette und Morgenduft, mittlerweile aus dem Erwerbsanbau ver­schwunden.

Heute herrschen Golden- und Red Delicious sowie die in den 70er Jahren eingeführte grünschalige Sorte Granny Smith vor, neuere Sorten wie Gala, Fuji, Braeburn und Cripps Pink und andere sind im Kommen. Die Ausstellung zeichnet den Entstehungsweg nach: von der Kreuzung über die zahlreichen Tests bis zur finalen Namens­findung.

Apfelland Südtirol

Der Erfolg der Südtiroler Obstwirtschaft ist ein Gemeinschaftswerk vieler Beteiligter. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Arbeit und das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure der Südtiroler Obst­wirt­schaft.

POI

Bis 3.11.2024, Bozen

Past Food

Neben kultur­histo­ri­schen Aspekten zeigt die facetten­reiche Aus­stellung, dass unsere Vorfahren nie um eine Idee ver­legen waren, ihren Hunger zu stillen und für halt­bare Vorräte zu sorgen.

Gewächshaus, Gargazon

Orchi­deen­welt Raf­feiner

Über 500 ver­schie­dene Orchi­deen­arten, die ein wahres Natur­schau­spiel an Farben, Formen und Düften dar­bieten.

Bis 22.9.2024, Bozen

Caldera. Spuren­suche im Supervulkan

Museum, Meran

Frauen­museum Meran

Museum, Lana

Kleines Museum in Lana

Private Samm­lung von Ale­xan­der Schwabl. Uni­formen, Doku­mente und Fotos zur Süd-West-Front.

Museum, Lana

Bauern­museum Völlan

Objekte aus dem bäuer­lichen All­tag, Werk­zeuge aus vor­indu­stri­eller Zeit.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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