Ausstellung 09.07. bis 27.09.20

Kulturzentrum Sinsteden

Superbia. Stolz und Eitelkeit

Rommerskirchen, Kulturzentrum Sinsteden: Wenn der Stolz überhand nimmt und eine Selbstverliebtheit oder Hybris entsteht, dann ist das Scheitern vorprogrammiert. Bis 27.9.20

Über Jahrhunderte haben sich Künstler mit Stolz und Eitelkeit, beschäftigt. Bildnisse von Königen und Regenten, aber auch Selbstbildnisse von Künstlern zeigen stolze und beeindruckende Haltungen. Stolz als menschliche Emotion ist in den unterschiedlichsten Kulturen als Geste und Gebärde verständlich, die aufrechte Körperhaltung und der zurückgelegte Kopf benötigen keine Interpretation.

Wenn der Stolz überhand nimmt und eine Selbstverliebtheit oder Hybris entsteht, dann ist, wie es in zahlreichen Mythologien, Sagen und Geschichten beschrieben wird, das Scheitern vorprogrammiert. Bei Schneewittchen ist es die Königin, die den Spiegel befragt, wer die schönste im ganzen Land sei. Und in der griechischen Mythologie ertrinkt Narziss selbstverliebt in seinem eigenen Spiegelbild.

Um Menschen vor ihrer Eitelkeit zu warnen, entstanden seit der Neuzeit zahlreiche Vanitas-Stillleben und Darstellungen von Totentänzen, die den Betrachter an die eigene Sterblichkeit und Vergänglichkeit erinnern sollten.

Die verwendeten Symbole Motive wie der Totenschädel, die Sanduhr oder Seifenblasen sind heute jedoch von ihrer ursprünglichen Bedeutung losgelöst und werden als Schmuckelemente in der Mode und im Alltag eingesetzt.

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