Ausstellung 14.08. bis 06.11.22

Wenzel-Hablik-Museum

Tropengluten und Kakteenbäume

Habliks Reise nach Südamerika

Itzehoe, Wenzel-Hablik-Museum: Der Künstler bereiste 1925 Bolivien, Chile, Peru, Ecuador und Kolumbien und hielt in zahlreichen Briefen und Zeichnungen seine Begeisterung für die Natur, das Licht und die Farben fest. Bis 6.11.22

„Jetzt bin ich also dort, wohin man mich so oft gewünscht hat, nämlich da, wo der Pfeffer wächst!”, schrieb Wenzel Hablik 1925 selbstironisch an seine Ehefrau Elisabeth Hablik-Lindemann im beheimateten Itzehoe.

Der Künstler brach im September zu einer zehnmonatigen Reise nach Südamerika auf. Er bereiste Bolivien, Chile, Peru, Ecuador und Kolumbien, hielt in zahlreichen Briefen und Zeichnungen seine Begeisterung für die Natur, das Licht und die Farben fest und berichtete tagebuchartig über seine Reiseerlebnisse.

Die längste Zeit hielt Hablik sich in Bolivien in La Paz und Sorata auf. Ihn faszinierte neben der tropischen Landschaft vor allem die Tier- und Pflanzenwelt. Er unternahm zahlreiche tage- aber auch wochenlange Ausflüge, unter anderem in die Yungas, den bolivischen Regenwald, zum Titicacasee und zu den Bergen der Anden Illimani und Illampú.

Der Künstler hielt seine Eindrücke in farbenfrohen Aquarellen fest, dokumentierte aber vor allem mit der Fotokamera.

Das Wenzel-Hablik-Museum widmet erstmals der zweiten großen Reise des Künstlers, der bereits 1910 den Orient bereiste, eine eigene Ausstellung. Es werden Arbeiten präsentiert, die während oder nach der Reise entstanden sind, wie Ölgemälde, Aquarell- und Temperazeichnungen, die Landschaften und vereinzelt Porträts der indigenen Bevölkerung zeigen, und Textilien der Handweberei Hablik- Lindemann.

Die Schau untersucht, inwieweit sich die Reise auf das weitere Schaffen des Künstlers ausübte, beleuchtet Habliks Annäherung an das „Exotische” sowie seine emotionale und künstlerische Verarbeitung der auf der Reise gewonnenen Eindrücke im Kontext der Künstlerreisen des 19. und 20. Jahrhunderts, und stellt selten oder zuvor noch nie präsentierte Werke aus dem eigenen Sammlungsbestand vor. Ergänzend werden Leihgaben aus der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, dem Museumsberg Flensburg und aus Privatbesitz gezeigt.

Wenzel-Hablik-Museum ist bei:
POI
Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1051766 © Webmuseen