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7.3.2024
U17 reist von Speyer nach Sinsheim zu „U17 reist von Speyer nach Sinsheim”,
U17 wurde um 73 Grad gedreht
Quelle: TMSNHSP

Exponat

U17 reist von Speyer nach Sinsheim

Die finale und schwierigste Etappe des spektakulären Transports

Technik Museum
DE-67346 Speyer

Im Juli 2024 wird es so weit sein: die finale und anspruchsvollste Transportetappe von U17 steht bevor.

Wenn sich ein fast 90 Meter langer und 10 Meter hoher Schwertransport über Rhein, Neckar und durch die engen Orte des Kraichgaus schlängelt, ist das ein Erlebnis, das es im Leben der meisten Menschen nur einmal gibt. Handelt es sich beim transportierten Gut auch noch um ein U-Boot, kann wohl keiner behaupten, so etwas schon einmal gesehen zu haben. Mit Stopps unter anderem in Heidelberg, Eberbach und Haßmersheim sowie Bad Rappenau bieten sich viele Möglichkeiten, dieses Spektakel inklusive der Drehung des U-Boots vor diversen Brücken live zu erleben.

Mit dem bevorstehenden Weitertransport des U-Bootes U17 setzen die Technik Museen Sinsheim Speyer einen weiteren Meilenstein in ihrer Geschichte der Schwertransporte. Nach einem Jumbo-Jet (2001), der Concorde (2003) und der Buran (2008) ist es nun also ein U-Boot, das der gemeinnützige Verein, der hinter den Museen steht, quer durch die Republik nach Sinsheim bringt.

Der maritime Oldtimer, eine Leihgabe der Wehrtechnischen Studiensammlung des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), wird Teil der umfangreichen Sammlung dieser renommierten Museen, die sich der Bewahrung bedeutender technologischer Errungenschaften verschrieben haben.

Ende Juni wird U17 für den Weitertransport aus dem Technik Museum Speyer ins 40 km entfernte Technik Museum Sinsheim vorbereitet, der Startschuss fällt voraussichtlich am 30. Juni in Form des Straßentransportes in Speyer. Die Beteiligten aber auch die partizipierenden Gemeinden sowie die einheimische Bevölkerung fiebern dem Transport entgegen.

Nachdem die erste Etappe von Kiel über die Niederlande ins Technik Museum Speyer im Frühjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen war, folgte der mühselige Batterieausbau. Anfang November 2023 erprobte die Transportcrew die erfolgreiche Drehung des 50 Meter langen, 9 Meter hohen und nun mehr als 100 Tonnen leichter Kolosses. Das ist wichtig und nötig, da das U-Boot unter Brücken zu Wasser und an Land, unter anderem unter der Alten Brücke in Heidelberg, hindurchpassen muss.

Dies wird nicht die einzige Herausforderung auf dem Weg zum Zielhafen im Kraichgau sein: das Abrollen vom Ponton auf den 30-Achsen-Tieflader in Haßmersheim, der enge Kreisverkehr sowie Bahnübergang in Bad Rappenau, die kritischen Wendungen und schmalen Straßen in Hilsbach und Weiler, aber auch die zweifache Sperrung und Überquerung der Autobahn bei Sinsheim inklusive Fahrbahnwechsel sind selbst für die erfahrenen Transporteure einmalig. Bei diesem Vorhaben werden von allen Beteiligten Millimeterarbeit und Nerven aus Stahl gefordert sein.

„Das U-Boot nach Sinsheim zu bringen, ist von der Herausforderung her auf jeden Fall the next level”, sagt Frieder Saam, technischer Projektleiter und Fahrer der Spedition Kübler GmbH. Verlassen kann er sich dabei auf ein Team aus erfahrenen Kollegen und Mitarbeitern des Museums, die gemeinsam bereits viele schwierige Transporte gemeistert haben.

„Alle, die in den Transport involviert sind, sind motiviert bis in die Haarspitzen”, so Projektleiter Michael Einkörn. Sowohl die Behörden als auch die Bevölkerung vor Ort fiebern dem aufsehenerregenden Transport entgegen. Bei allen Beteiligten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, und letzte Genehmigungen werden eingeholt, bevor voraussichtlich Ende März die finalen Details bekannt gegeben werden können.

POI

Standort

Technik Museum

Expo­nate und Rari­täten aus dem Ge­samt­ge­biet der Tech­nik­ge­schich­te. Begehbare Boeing 747, Flugzeuge und Hubschrauber, die Raumfähre Buran, Oldtimer aller Epochen, Motorräder, Feuerwehr, Loks, eine Welte Orgel sowie im Wilhelmsbau Musikinstrumente, Puppen und Uniformen.

Museum, Speyer

Museum Wil­helms­bau

Voll­auto­ma­ti­sche Groß­orche­strien, Flöten­uhren und Spiel­dosen, histo­ri­sche Waffen und Uni­for­men, Klei­dungs­stücke und Puppen, „Rock’n’Roll” Zimmer.

Bis 1.9.2024, Speyer

König Ludwig I.

Ludwig I. von Bayern hinterließ Kultur­denk­mäler, war maß­geblich für den Ausbau der Industrien verant­wortlich und schuf die erste Ost-West-Verbindung auf Schienen durch die Pfalz.

Museum, Speyer

Histo­risches Museum der Pfalz

Um­fas­send­ste Dar­stel­lung der Ge­schich­te der Pfalz in einem 1910 ein­ge­weih­ten, vier­flüge­ligen Ge­bäude in un­mittel­barer Nähe des Doms. Dom­schatz­kammer. Vor­ge­schichte, Römer­zeit, Mittel­alter, Neu­zeit. Wein. Über 900.000 Expo­nate. Dom­schatz.

Museum, Speyer

Museum SchPIRA

Archäo­lo­gi­sche Expo­nate der drei wich­tig­sten Säulen der jüdi­schen Ge­mein­de: Syna­goge, Ritual­bad, Fried­hof.

Aquarium, Speyer

Sea Li­fe Spe­yer

Von Stich­lin­gen über Störe, Forellen, See­pferd­chen, Rochen bis hin zu Haien treffen die Be­su­cher im SEA LIFE Speyer auf eine Viel­zahl von Be­woh­nern unserer Flüsse, Seen und Meere. Sie fol­gen dem Lauf des Rheins von seinem Urs­prung bis zu seiner Mün­dung.

Museum, Speyer

Elwe­drit­sche-Museum Speyer

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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