Ausstellung 23.02.25 bis 11.01.26
Der deutsche, in Hamburg lebende Maler Jochen Hein (*1960) sowie der argentinische, in Berlin tätige Installationskünstler Miguel Rothschild (*1963) loten in ihren Werken das Verhältnis von Mensch und Natur neu aus. Die Landschaft wird zur bestimmenden Größe. Oftmals lässt sich nicht sagen, ob es eine Natur vor oder nach den Menschen ist – jegliche zivilisatorische Zeugnisse fehlen in ihr und erschweren damit, die reale Größe der Landschaft zu ermessen.
Die Künstler begeistern sich für alle Witterungsphänomene – Stürme überziehen das Land, Nebel steigen auf, Wolken regnen sich ab, Sonnenstrahlen dringen durch Laubwerk. Immer wieder werden neue atmosphärische Stimmungen in den oftmals monumentalen Bildformaten eingefangen. Gerade die schnellen Wetterwechsel, denen die Natur auf Föhr ausgesetzt ist, bilden einen Motivkreis. Oft scheint es, als würden die Bildräume über ihre realen Begrenzungen ausgreifen. Jochen Hein arbeitet zudem in Serien, um die tageszeitlichen Veränderungen zu visualisieren, die dem Land, dem Meer und dem Himmel immer wieder eine andere Ausdruckskraft verleihen. Demgegenüber bricht Rothschild die Bildoberflächen auf, durchlöchert sie sogar oder fügt ihnen Brandstellen hinzu. Die Betrachtenden werden gefordert, sich ihrer Beziehung zur Urkraft der Natur im Wissen um die sich dramatisch verändernden klimatischen Bedingungen zu stellen.
Ausstellungsort
Sammlung Kunst der Westküste, Positionen der europäischen Kunstgeschichte sowie zeitgenössische Kunst.
Bis 10.1.2027, im Haus
Die Ausstellung beleuchtet schlaglichtartig Orte, an denen sich die Moderne und das Meer begegneten.
Ab 27.9.2026, im Haus
Heutige Sichtweisen aus Fotografie und Videokunst sind geprägt von neuen ästhetischen Ansätzen, gesellschaftlichen Fragen und persönlichen Erfahrungen der Künstler.
Gebäude, Hallig Langeneß
Vollständig erhaltenes Hallighaus von 1741 mit Einrichtung.
Bis 31.10.2026, Neukirchen
Die 70. Jahresausstellung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde gibt Einblick in das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Menschen, Natur und Kunst in den Gemälden und Aquarellen Emil Noldes.
Museum, Niebüll