Ausstellung 15.03. bis 12.07.26
Rose Marie Schnorrenberg war 1954 die jüngste der sogenannten Höri-Künstler, die sich auf der idyllischen Halbinsel am Bodensee bereits seit den 1930er Jahren niedergelassen hatten. Mit ihr verstarb 2021 eine Zeitzeugin, eine charismatische Malerin, eine passionierte Pädagogin und eine christlich-sozial engagierte Frau, die bis ins hohe Alter voll lebendiger Schaffenskraft war.
Rose Marie Schnorrenberg wurde vor 100 Jahren am 22. Februar 1926 in Düsseldorf geboren. Als Meisterschülerin von Ferdinand Macketanz kam sie 1952 erstmals auf die Höri. 1959 eröffnete der Maler Rudolf Stuckert eine Galerie in Konstanz, in der er auch Ausstellungen seiner Malerkollegen ermöglichte. 1962 waren er und auch Rose Marie Schnorrenberg Mitbegründer der Künstlergruppe „Der kleine Kreis” in Konstanz. Die beiden heirateten 1967 und betrieben die Galerie fortan bis Ende der 70er Jahre gemeinsam.
Das Paar zog 1974 von Wangen am Untersee in ein denkmalgeschütztes Haus nach Bettnang auf die vordere Höri. Sie lebten in dem von ihnen liebevoll restaurierten Anwesen gemeinsam mit ihrer 1972 geborenen Tochter Judith und Rose Marie Schnorrenbergs bereits 1955 geborenen Tochter Corina. Von 1972 bis 1992 unterrichtete Rose Marie Schnorrenberg Kunst an der Evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen. Eine Tätigkeit, die ihr sehr am Herzen lag. Auch nach dem Tod ihres Mannes 2002 blieb Rose Marie Schnorrenberg künstlerisch aktiv.
Die Ausstellung zeigt Bilder aus dem Privatbesitz der Malerin und vermittelt einen repräsentativen Einblick in ihr Œuvre „Über die Jahre”. Zu sehen sind vor allem Landschaftsdarstellungen, die zu Beginn noch mit stark leuchtenden Komplementärfarben den Einfluss des Rheinischen Expressionismus erkennen lassen, sich später sachlicher, flächiger und linienbezogener geben und zunehmend eine Leichtigkeit entwickeln, abstrakter werden, aber doch stets unverwechselbar bleiben.
Ausstellungsort
Ehemaliges Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, später Schul- und Rathaus der Gemeinde. Kunst- und Literaturlandschaft der Höri, Ausstellung „Gaienhofener Umwege. Hermann Hesse und sein 1. Haus”.
Museum, Gaienhofen
Leben und Werk von Otto Dix.
Museum, Gaienhofen
Wohnhaus das Hermann Hesse für seine Familie im Jahr 1907 bauen ließ. Dank hohem Bestand der baulichen Original-Ausstattung des Hauses ist hier noch eine weitgehend authentische Atmosphäre erlebbar.
Museum, Salenstein
Sammlung zur Erinnerung an die Familie Bonaparte. Wohnkultur des ersten und zweiten französischen Kaiserreichs. Mobiliar und historische Objekte Napoleons I., der Königin Hortense, Napoleons III. und der Kaiserin Eugénie.
Museum, Öhningen
Historischer Speicherbau von 1604, der vom alten Ortskern ans Seeufer umgesetzt wurde. Archäologische und paläontologische Funde von der Höri im Bodensee. Versteinerungen aus den weithin bekannten Öhninger Schichten.
Museum, Radolfzell