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19.2.2026
Werefkin, In die Nacht hinein zu „Über die Welt hinaus”, DE-80333 München
Marianne von Werefkin, In die Nacht hinein, 1910

Ausstellung 10.03. bis 05.09.26

Über die Welt hinaus

Der Blaue Reiter

Städtische Galerie im Lenbachhaus

Luisenstraße 33
DE-80333 München
Ganzjährig:
Di-Mi, Sa-So+Ft 10-18 Uhr
Do-Fr 10-20 Uhr

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlern mit einer Vision: sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.

Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion ▸Der Blaue Reiter in München 1911-12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens.

Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.”

Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von ▸Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über ▸Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen.

Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben ▸Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin ▸Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.

Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen.

Mit Werken von: Albert Bloch, Erma Bossi, Wladimir Burljuk, ▸Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Elisabeth Iwanowna Epstein, Otto Freundlich, Maria Franck-Marc, ▸Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, ▸Paul Klee, Emmy Klinker, Moissey Kogan, Alfred Kubin, Else Lasker-Schüler, ▸August Macke, Franz Marc, Wilhelm Morgner, Gabriele Münter, Jean-Bloé Niestlé, Alexander Sacharoff, Marianne von Werefkin und anderen.

POI

Ausstellungsort

Städtische Galerie im Lenbach­haus

Samm­lung von Werken des "Blauen Reiters", Gegen­wart, Gra­phi­sche Samm­lung, Kubin-Archiv, Münch­ner Malerei des 15. bis 19. Jahr­hun­derts, Len­bach, Jugend­stil, Neue Sach­lich­keit.

Dependance, München

Kunst­bau

Museum, Aachen

Suer­mondt-Ludwig-Museum

Kunst aus drei Jahr­tau­sen­den: bürgerliche Kunstkammer, nieder­län­di­sche Male­rei des gol­de­nen Zeit­alters und mittel­alter­liche Skulp­tur, großformatige Gemälde niederländischer und flämischer Künstler, Düsseldorfer Malerschule, Klassische Moderne und Expressionismus. Glasmalerei.

Museum, Bern

Kunst­halle Bern

Einzelausstellungen bedeutender Künstler, Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Bis 26.4.2026, Wiesbaden

Feininger

Die Aus­stellung reflek­tiert die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufge­bauten „Abteilung Klassische Moderne” des Museums Wiesbaden.

Bis 5.7.2026, Bern

Stiftung Expressionismus

Das Kon­volut Hans Rudolf und Silvia Tschumi bein­haltet expressive Positionen eines ganzen Jahr­hunderts mit Schwer­punkten im deutschen und Schweizer Expres­sio­nismus.

Museum, München

Glypto­thek

Grie­chi­sche und römi­sche Skulp­turen vom 6. Jh.v.Chr. bis zum 4. Jh.n.Chr.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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