Ausstellung 27.02. bis 06.09.26
Kartographische Pläne sind selten eindeutige Aufzeichnungen des Gegebenen. Auch wenn sie Rationalität und Objektivität suggerieren, bewegen sie sich in einem nie von Subjektivität freien Raum zwischen Abbildern und Zeichen, zwischen Bild und Sprache – letztlich zwischen Realität und Fiktion – auch deswegen, weil sie Maßstäben folgen, die bestimmen, wo die Genauigkeit im Detail aufhört: auf gedruckten Weltkarten wird der Standort von KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION kaum zu finden sein. Erst in digitale Karten lässt sich beliebig hineinzoomen.
Doch gibt es Länder und Orte, die nur auf fiktiven Karten zu finden sind, etwa das Lummerland aus Michael Endes berühmten Jim Knopf-Romanen.
Kartographisch inspirierte Fiktionen gibt es jedoch nicht nur in Kinderbüchern, sondern auch im Werk vieler Künstler. Hier finden wir originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, daneben detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartographisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen können sich zu ganz eigenen Weltentwürfen entwickeln.
Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt vieldeutig: Handelt es sich um die Abbildung oder Evokation einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme sichtbar gemacht? Auch für praktische und wissenschaftliche Zwecke erstellte Bilder lassen sich anders „lesen” als für das intendierte kartographische Vorhaben, etwa Satellitenaufnahmen des staatlichen isländischen Landesvermessungsamts.
Wenn Künstler ein Terrain sondieren, sei es ein reales oder der Fantasie entsprungenes, werden ihre Kartierungen in der Regel zu Uncertain Maps, die uns auf Wege führen, die in keinem gewöhnlichen Atlas zu finden sind.
Mit Werken von Franz Ackermann, Jens Bleckmann, Dag, Olafur Eliasson, Esther Ernst, Julius Hartauer, Michael Golz, Christian Pilz, Isabell Schulte.
Ausstellungsort
Ausstellungen mit junger, internationaler Kunst, in einem ehemaligen Speicher des Düsseldorfer MedienHafens.
Ab 9.9.2026, Düsseldorf
Die rund 100 ausgestellten Exponate umfassen großformatige Gemäldeserien, Holz- und Bronzeskulpturen sowie noch nie gezeigte Zeichnungen und Archivmaterial.
Ab 10.9.2026, Düsseldorf
Die Ausstellung stellt Niki de Saint Phalle ausgewählten Arbeiten ihrer Zeitgenossen gegenüber.
Bis 30.8.2026, Düsseldorf
Ab 7.9.2026, Düsseldorf
Ostasiatische Popkultur von Kawaii-Charakteren wie Hello Kitty über Animationsfilme von Studio Ghibli, K-Pop Bands wie BTS bis hin zu Games wie Black Myth Wukong.
Museum, Düsseldorf
Töpferarbeiten der alten Griechen, Assyrer oder Perser, Objekte aller europäischen Manufakturen, chinesisches Porzellan, zeitgenössische Arbeiten, Gebrauchsgeschirr aus der Produktion aktueller Designer. Islamische Fliesenkuppel aus der Zeit um 1680.