Museum

Urweltmuseum Neiderhell

Raubling: Mehr als 2.800 Fossilien und Mineralien, dazu Hintergrundinformationen.

Da in der Natur die Überreste eines Organismus relativ schnell verwittern und somit spurlos verschwinden, bedarf es besonderer Umweltbedingungen, damit Teile des einstigen Lebewesens erhalten bleiben. In der Regel zerfallen im Prozeß der Fossilisation die Weichteile, wohingegen die harten Skelettteile übrig bleiben.

Im Urweltmuseum Neiderhell werden mehr als 2.800 Fossilien und Mineralien gezeigt, beginnend beim Präkambrium über das Kambrium, das Karbon und die Jura- und Kreidezeit bis in das bis hin zum letzten Erdzeitalter, dem Quartär.

Die Stücke stammen aus Fundorten bei Sengental (Oberpfalz), Jeckenbach und Niederkirchen (Rheinland Pfalz), der Fundstelle von Holzmaden, aus Omden, Balingen und Hechingen (Schwäbische Alb), Eichstätt, Solnhofen, Langenaltheim und Monheim (Altmühltal), dazu von mehreren Fundorten in den Alpen sowie aus in Wyoming (Green River Formation), Brasilien, Mongolei, Rumänien und verschiedenen anderen Ländern.

Besondere Attraktionen sind ein versteinerter Hai aus der Permzeit und der Abdruck einer Paddelechse.

Was ist ein Dinosaurier?

Der Name Dinosaurier leitet sich von den zwei griechischen Wörter deinos (schrecklich) und sauros (Echse) ab. Entgegen der landläufigen Meinung, alle Echsen des Mesozoikums („Erdmittelalter”) wären Dinosaurier gewesen, werden aber nur Reptilien mit ganz bestimmten Eigenschaften als „Dinosaurier” bezeichnet, nämlich die Ornithischia und die Saurischia. Die beiden anderen Ordnungen, die ebenfalls zu den Archosauria („Herrscherreptilien”) gezählt werden, sind die Pterosaurier (Flugechsen) und die Crocodilia (Krokodile); sie werden jedoch nicht „Dinosaurier” genannt. Die Saurischia unterteilt man wiederum in zwei Untergruppen: in die Theropoda, zu denen alle fleischfressenden, auf zwei Beinen laufenden Arten gehören (z.B. Tyrannosaurus rex), und in die Sauropodomorpha, die allesamt Pflanzenfresser waren (z.B. Brachiosaurus).

Das Sammeln von Fossilien ist jahrzehntelange Familientradition im Hause Neiderhell. Die meisten Ausstellungsstücke wurden in jahrelanger Handarbeit selbst präpariert. Schautafeln vermitteln darüber hinaus den erforderlichen Hintergrund.

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