Ausstellung 08.04. bis 25.09.22

Museum zu Allerheiligen

Varlin / Moser. Exzessiv!

Schaffhausen, Museum zu Allerheiligen: Rund 90 Werke werfen ein neues Licht auf ein grosses Kapitel der Schweizer Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bis 25.9.22

Die beiden Zürcher Maler Varlin (1901-1977) und Wilfrid Moser (1914-1997) haben sich gegenseitig gekannt und geschätzt. Sie analysierten die Welt aus Distanz, waren kritisch und kompromisslos.

Im Zentrum der Ausstellung stehen ihre selten und noch nie in dieser Breite gezeigten Spätwerke. Rund 90 Werke aus eigenen Beständen und Privatsammlungen werfen ein neues Licht auf ein grosses Kapitel der Schweizer Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Varlin blieb zeitlebens ein „gegenständlicher” Maler. Mit seinen Generationsgenossen Max Gubler und Alberto Giacometti zählt er zu den wichtigsten Nachkriegsrealisten der Schweiz. Auch Wilfrid Moser war ein eigenständiger Realist, der die äussere Wirklichkeit jedoch zeitweilig hinter sich liess und existentielle Befindlichkeit in abstrakt-informellen Spannungsfeldern auslotete.

Exzessive Wahrheitssucher waren beide. Sie spürten den Taumel der Grossstadt, rissen Fassaden ein, leuchteten Tabuzonen aus und fanden Antworten auf die grossen Fragen ihrer Zeit. Métroschächte, Friedhöfe, Autorennen, Pferdemetzgereien, Kathedralen, Pissoirs und Geröllhalden waren ihre Lieblingsmotive – gemalt auf für Schweizer Künstler ihrer Generation absolut untypischen experimentellen Großformaten.

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