Ausstellung 13.11.21 bis 03.07.22

Stadtmuseum, Aarau

Zeitgeschichte Aargau. 1950 bis 2000

Aarau, Stadtmuseum: Anhand von 25 ausgewählten Episoden taucht die Ausstellung ein in die Kantonsgeschichte und liefert ein zeitgeschichtliches Panoptikum: ein Bilderkosmos der Moderne.

Der Aargau gilt als Kanton der Regionen, als Kanton ohne grosses Zentrum, der starken zentrifugalen Kräften ausgesetzt ist.

Es sind die Schwingungsbereiche der Grossstädte Zürich, Basel, Bern und Luzern, die den Aargau in jüngerer Zeit zu einer Art Testfeld der Moderne werden liessen: hier wurde die Atomkraft erforscht und nutzbar gemacht. Hier wurde aber auch mit neuartigen Formen des Protests dagegen angekämpft. Hier entstanden die meisten Autobahnkilometer pro Flächeneinheit und das erste grosse Einkaufszentrum der Schweiz. Hier wurden progressive Architekturen und Stadtkonzepte, Wohnformen und Kulturförderung erprobt.

Anhand von 25 ausgewählten Episoden taucht die Ausstellung ein in die Kantonsgeschichte und liefert mit Pressefotografien aus dem Ringier Bildarchiv, Fotografien aus der Sammlung des Stadtmuseums Aarau und weiteren Archiven ein zeitgeschichtliches Panoptikum: ein Bilderkosmos der Moderne.

Die Fotografien funktionieren als visuelle Zeitspeicher, die das konkrete Ereignis dokumentieren. Grossaufgezogenen Fotografien steht das Pressebild als kleinformatige Massenware gegenüber.

Die Ausstellung versteht sich als begehbare Skulptur. Leuchttische mit vielen Hundert Bildern, eine Vielzahl von Beiträgen aus dem SRF-Archiv sowie Erinnerungen von Zeitzeugen laden zum Selberentdecken der Kantonsgeschichte ein und fragen danach, welche Fotografien unser visuelles Gedächtnis prägen, welche stereotypen Bildmotive sich wiederholen und ob wir im Archiv alternative Sichtweisen dazu finden.

Grundlage für die Ausstellung ist die gleichzeitig erscheinende Publikation „Zeitgeschichte Aargau. 1950-2000”, die mit wissenschaftlichen Beiträgen die jüngste Kantonsgeschichte aufarbeitet.

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