Ausstellung 12.05. bis 27.09.20

Bröhan-Museum

Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze

Hans Baluschek zum 150. Geburtstag

Berlin, Bröhan-Museum: Hans Baluschek, von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnsteinkünstler” diffamiert, war scharfer Beobachter, brillanter Künstler und engagierter Chronist seiner Zeit. Bis 27.9.20

Hans Baluschek war scharfer Beobachter, brillanter Künstler und engagierter Chronist seiner Zeit. Schon früh konfrontierte der 1870 geborene Maler, Grafiker und Illustrator das Publikum mit ungewohnt realistischen Darstellungen des Berliner Lebens. Ihn interessierten die Folgen der Industrialisierung, die Lebensumstände des Proletariats, Armut, Hunger und Verwahrlosung in den unteren Gesellschaftsschichten einer großen Stadt.

Von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnsteinkünstler” diffamiert, fand Baluschek ab 1899 Anerkennung in den Ausstellungen der Berliner Secession.

Zum 150. Geburtstag des Künstlers zeigt das Bröhan-Museum nun einen umfassenden Überblick seines Werkes und spannt dabei einen Bogen vom Kaiserreich bis in die Jahre der Weimarer Republik.

Die Ausstellung vereint mit etwa 100 Exponaten wertvolle Leihgaben aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen mit dem eigenen umfangreichen Bestand des Bröhan-Museums. Baluscheks Themen sind heute so aktuell wie damals: Fragt man nach den Erben Baluscheks in der globalisierten Kunstwelt der Gegenwart, wird es an Vorschlägen nicht mangeln.

Eine Antwort bietet die Arbeit der kanadischen Künstlerin Larissa Fassler, die seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbeitet. Sie fasst urbane Spuren in großformatigen Stadtplänen zusammen. Ihre Themen sind Gentrifizierungsprozesse und gesellschaftliche Veränderungen.In der Schau im Bröhan-Museum ist ihr ein eigener Raum gewidmet.

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