Museum
Neben vielen anderen peripheren Komponenten ist für die zuverlässige Arbeit eines Viertakt-Gasmotors mit verdichteter Ladung ein starker und stabiler Zündfunke maßgeblich. Er leitet den eigentlichen Arbeitstakt ein, der dann für die entsprechende Bewegung des Motors und der anzutreibenden Einrichtungen sorgt. Die Entwicklung des ersten Hochspannungsmagnetzünders gelang im Jahre 1896 dem Mechaniker Arnold Zähringer. Bis in die dreißiger Jahre galt er als Nonplusultra in allen Motorrädern und Automobilen. Erst in den zwanziger Jahren begann sich nach und nach die moderne Batteriezündung durchzusetzen.
Kaum eine andere Erfindung hat das Leben der Menschen derart umfassend beeinflusst und ihnen ein solches Maß an Freiheit durch individuelle Fortbewegungsmöglichkeiten gegeben, wie die des Motorrades und des Automobils. Die Fahrzeugsammlung fokussiert sich auf das Motorrad als der deutsche Sonderweg in der Mobilisierung des Volkes, die sächsische Auto Union und deren Gründungsfirmen in den Jahren ihres Bestehens, die sächsisch-anhaltinische Benzinherstellung unter dem Namen Leuna sowie einige mit Wurzen verbundene historische Informationen.
Exponate mit interessanter Geschichte im Zündmagneten sind ein 5/15 PS Fahrgestell, nie endmontiert und nie gelaufen, ein 5/15 PS Wanderer 4-Sitzer, ein 5/15 PS Wanderer Zweisitzer, der komplette Originalschriftverkehr zwischen der Wanderer Automobilabteilung und deren Vertretern sowie einer der letzten „unberührten” Grand Prix Rennwagen, Basis Wanderer 5/15 PS, modifiziert von Wanderer und den Gebr. Wagner in Melbourne, eingesetzt in diversen australischen Rennveranstaltungen und dem australischen Grand Prix 1928.
Getrieben von einem Schuss Lokalpatriotismus beherbergt der Zündmagnet auch das erste Automobil in Wurzen: ein fahrbereites Polymobil 1904 im absolut originalen Zustand. Die Leipziger Polyphon-Musikwerke – Leipzig war um 1900 die „Welthauptstadt” der Hersteller mechanischer Musikwerke – hatten im Automobil einen gewinnbringenden Zusatzerwerb vermutet.
Museum, Wurzen
Archäologie, Kulturgeschichte, bürgerliche Wohnkultur, Handwerk. Sammlung Richard Puettner, Joachim Ringelnatz und Theodor Uhlig (Komponist).
Bis 28.6.2026, Leipzig
Im Zentrum der Präsentation stehen kulturelle Zeugnisse aus dem Papua Golf, dem Sepik Flussgebiet und dem Bismarck Archipel.
Bis 15.3.2026, Leipzig
Die beliebte Sendung „Unser Sandmännchen” des damaligen Deutschen Fernsehfunks (DDR) überlebte die deutsche Teilung und bringt bis heute den Kindern jeden Abend Gute-Nacht-Geschichten.
Bis 12.4.2026, Leipzig
Mit einer Auswahl von rund fünfzig Bildteppichen führt die Ausstellung die erstaunliche ästhetische Bandbreite dieser Welt aus Fäden vor Augen.
Bis 31.5.2026, Leipzig
Die kompakte Galerieausstellung erzählt von einem Künstler, der sich mit Klugheit, Erfindungsreichtum und Beharrlichkeit kreative Freiräume erkämpfte – mitten im staatsgelenkten Kulturbetrieb der DDR.
Bis 28.6.2026, Leipzig
Zu den Ausstellungsstücken zählen kostbare Autographen von Bach und seinen Söhnen ebenso wie ein originelles Lochkartensystem zur Bestimmung von Schreibern.