Museum

Zugpferdemuseum

(Museum für die Arbeit mit Zugpferden, Annenhof)

Lütau: Entwicklung des pferdebespannten Fuhrwesens, Fertigkeiten und Techniken unterschiedlicher Gewerke und Berufe im Zusammenhang mit Zugpferden. Eigene Kaltblutpferde unterschiedlicher Rassen, praktische Vorführungen.

Das Museum veranschaulicht und dokumentiert die Entwicklung des pferdebespannten Fuhrwesens sowie die Fertigkeiten und Techniken unterschiedlicher Gewerke und Berufe im Zusammenhang mit Zugpferden.

Brauerei-Logistik

Große Brauereien verfügten nicht selten über mehrere Hundert Pferde, die in mehrstöckigen Stallungen untergebracht waren.

Im Museum zeugen die großen Faßbierwagen und die Vierer-, Sechser- und Zehnerzuggeschirre der Holsten-, Schultheiss- und Engelhardt-Brauerei von den Zeiten, als Wotan und Lotte noch aktiv waren.

Reit- und Fahrpost

Postillione (z.B. in Kriegszeiten) führten ein „Leben auf Abruf”: sie waren praktisch 24 Stunden täglich, im Sommer wie im Winter, abrufbereit „on tour”.

Der erste transkontinentale Postkutschendienst von Memphis und St. Louis nach San Franzisco startete 1858 mit 800 Kutschern und 1.800 Zugtieren.

Gewerblicher Transport

Die Spedition, das klassische Fuhrunternehmen, ist sozusagen die Mutter des bespannten Fuhrwesens. Ob Schwerlast, Möbel, Hochzeit oder Bestattung, hier rollte alles.

Schon 1881 kam es zur Gründung der Deutschen Möbeltransport Gesellschaft (DMTG) als erster Vereinigung auf überregionaler Ebene.

Militär

Eine Armee führte bespannte Wagen mit, deren Pferde permanent einsatzbereit, betreut und verpflegt werden mußten. Auch im 2. Weltkrieg spielte das Pferd noch eine entscheidende Rolle.

Montanindustrie

Die Montanindustrie war zur vorigen Jahrhundertwende ohne den Einsatz von Zugpferden nicht denkbar. Tausende von ihnen haben über und unter Tage ihre Schichten verfahren.

Säumerei

Das Säumen von Frachten auf schmalsten Pfaden im Hochgebirge gehört zu den gefährlichsten Transportarten für Gespannführer und Pferde. Um das Jahr 1800 herum wurden etwa 6.000 Tonnen über den Brenner gesäumt.

Schmiede und Sattlerei

Gesunde Hufe, passende Sättel und solides Zuggeschirr sind die Hauptvoraussetzungen für dauerhafte Leistungen von Reit- und Fahrpferden. Nicht selten fungierte der Hufschmied auch als „Rossarzt”.

Veterinärmedizin

Tiere können nicht sprechen. Es bedarf eines erfahrenen Tierarztes, um Symptome zu erkennen und Verhaltensweisen des Patienten richtig zu diagnostizieren.

Lernort Museum

Wie macht man es eigentlich richtig und sicher, mit Pferden zu arbeiten oder ein Gespann zu fahren? In Tageskursen lernen die Besucher, wie ein Pferd denkt und wie ein gutes Miteinander „funktioniert”.

Zugpferdemuseum ist bei:

Tierzuchtmuseen

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