Ausstellung 23.02. bis 11.10.20

Städtisches Museum Göttingen

Händel Göttingen 1920

Göttingen, Städtisches Museum Göttingen: Mit der Aufführung der Händel-Oper „Rodelinde” beginnt in Göttingen die sogenannte Händelrenaissance. Bis 11.10.20

1920: der Krieg ist überstanden. Das Land hat sich verändert, erstmalig wird Deutschland von einer demokratisch gewählten Regierung geführt. Der Kaiser hat vor zwei Jahren abgedankt, und 1919 haben sich die Frauen das Wahlrecht erkämpft. Die Gesellschaft wandelt sich.

Auch in Göttingen ist die kriegsbedingte Zwangspause zu Ende, und kulturelle Aktivitäten entfalten sich. Göttingen ist zwar nicht Berlin; aber die „Goldenen Zwanziger Jahre” werfen auch einen bescheidenen Abglanz auf das Städtchen.

Am 26.6.1920 wird die Händel-Oper „Rodelinde” in Göttingen aufgeführt.

Größter Förderer dieses Projektes ist der neugegründete Universitätsbund. Im Stadttheater singen, spielen und tanzen Profis gemeinsam mit Amateuren. Begleitet werden sie von der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen, einem Laienorchester. Die Aufführung wird ein großer Erfolg. Deutschlandweit gibt es ein positives Echo.

Mit der Aufführung beginnt die sogenannte Händelrenaissance nicht zufällig in Göttingen. Politik und Zeitgeist sind Wegbereiter der Rodelinde-Produktion und treffen, wie neuentdeckte Quellen und Dokumente belegen, auf engagierte Bürger und ein funktionierendes Netzwerk.

Die Ausstellung stellt die Entstehung der Göttinger Rodelinde-Aufführung in den Mittelpunkt und widmet sich den zahlreichen Akteuren und Institutionen, die zu dem Entstehen und der Aufführung beigetragen haben. Ein eigens für diese Ausstellung produzierter Film gibt einen unterhaltsamen und lebendigen Überblick über 100 Jahre Händel-Festspiele in Göttingen.

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