Museum

Christkindl-Wallfahrts-Museum

im Alten Feilhaus

Siegsdorf: Erstes und einziges Christkindlmuseum Deutschlands. Fatschnkindl, Trösterlein, Passionsjesulein, Gnadenjesulein, Paradiesgärtlein und Votivkindl. Himmelswerkstatt.

Im zweiten Stock des Alten Feilhauses zeigt das erste und einzige Christkindlmuseum Deutschlands eine Ausstellung zur Kulturgeschichte der Jesuskindwallfahrten. Zu sehen sind Fatschnkindl, Trösterlein, Passionsjesulein, Gnadenjesulein, Paradiesgärtlein, Votivkindl, Votivgaben, Wallfahrtsandenken, Klosterarbeiten, Andachtsbildchen und ähnliche religiöse Volkskunst aus insgesamt sechs Ländern.

In der sehenswerten „Himmelswerkstatt” sind Materialien, Werkzeuge, Wachsfiguren, Puppenrohlinge, Garn und Stoffe aus diesem Kunsthandwerk ausgestellt. Ein Highlight sind die originalgetreuen Nachbildungen des Salzburger Loreto-Kindls, des Steyrer Christkindls, des Jesuskindes von Filzmoos, des Salzburger Domkindls und des Elisabethenkindls.

Das religiöse Kunsthandwerk wurde in den Klosterwerkstätten hergestellt und brachte dem Kloster zusätzliche Einnahmen. Besonders beliebt waren die in Frauenklöstern gefertigten Fatschnkindl, die ihr Vorbild im Münchner Augustiner-Kindl haben. Ein Fatschnkindl ist ein in eine Binde (lat. „fascia” = Wickel) gewickeltes, liegendes Jesuskind.

Im Mittelalter war das stehende, segnende Jesuskind mit der Weltkugel weit verbreitet. Im Zeitalter des Barock kamen sitzende, liegende und gefatschte Kindl hinzu. Kulturgeschichtlich interessant ist auch das Trösterlein. So einen „himmlischen Bräutigam” bekam eine Novizin bei ihrem Eintritt in das Kloster von ihren Angehörigen geschenkt.

Volkskunstmuseen

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