Burg

Bayerische Schlösserverwaltung

Burg Trausnitz

Kunst- und Wunderkammer

Landshut: Die 1204 gegründete Burg erfuhr über die Jahrhunderte mehrere Um- und Erweiterungsbauten: Arkadenhof von 1575, Burgkapelle St. Georg, Narrentreppe, Stilräume.

Die 1204 gegründete Burg war seit ihrer Gründung 1204 bis ins 16. Jahrhundert Zentrum von Macht und Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern. Die mittelalterliche Burg mit ihren eindrucksvollen Befestigungswerken war für ein Vierteljahrtausend Residenz und Regierungssitz der niederbayerischen Herzöge, sie erfuhr über die Jahrhunderte meherer Um- und Erweiterungsbauten. Im 16. Jahrhundert erhielt die Burg als Hofhaltung des bayerischen Erbprinzen in Teilen das Aussehen eines Renaissanceschlosses.

Bildteppiche

Eine kostbare Folge großformatiger Bildteppiche zeigt Szenen aus dem Leben des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach. Die Motive der vor 400 Jahren in Paris für den bayerischen Herzog Maximilian I. gewirkten Bildteppiche wie etwa „Die Belehnung Ottos von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern im Jahr 1180”, mit rund 33 Quadratmetern der größte Teppich der Folge, passen sehr gut zur Burg Trausnitz und ihrer über 800-jährigen Tradition als einer der ältesten Herrschersitze Bayerns. Der Bildteppich „Die Erbauung Landshuts” zeigt die niederbayerische Residenzstadt und ihre Burg, und auf der Tapisserie „Die Huldigung der Stände” ist Herzog Ludwig der Kelheimer, der Gründer der Burg im Jahr 1204, als Kind zu sehen.

Rittersaal

Der 1535 entstandene St.-Georgs-Rittersaal ist ganz gemäß der Zeit seines Bauherrn Herzog Ludwig X. von Bayern eingerichtet. Der Renaissancefürst war der letzte regierende Herzog, der auf der Trausnitz residierte, und der Erbauer der Stadtresidenz Landshut.

Neben einer kapitalen Renaissancetruhe ist hier das älteste authentische Möbelstück, ein beeindruckender Doppelfassadenschrank mit Eschenholzfurnier aus dem frühen 16. Jahrhundert, zu bewundern.

Schönheitengalerie

Gezeigt wird auch eine um 1530 gemalte Serie mit Bildnissen von Fürstinnen, die mit der „Landshuter Hochzeit” zwischen Georg dem Reichen und Hedwig von Polen im Jahr 1475 in Verbindung stehen. Bei dieser „kleinen Schönheitengalerie” handelt es sich um sehr selten erhaltene sogenannte Tüchleinmalerei, bei der mit wasserlöslicher Leimfarbe auf feines Leinen gemalt wurde. Bedeutende Künstler wie Dürer haben ebenfalls auf Tüchlein gemalt. Auch das legendäre Bildnis der polnischen Braut Hedwig hat in diesem Saal einen attraktiven Platz gefunden.

Die Stube und das Kabinett der Herzogin als reich möblierte Räume mit Einblick in die Narrentreppe und der Erinnerungsraum an das einstige „Absteigequartier” König Ludwigs II. auf der Trausnitz runden die Raumsequenz ab.

Sehenswert ist auch die Burgkapelle St. Georg.

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