Der Krieg begann im Kinderzimmer

Weihnachten im Zweiten Weltkrieg

Pfalzmuseum Forchheim
30.11.2019-6.1.2020

Kapellenstraße 16
91301 Forchheim

www.kaiserpfalz.forchheim.de
kaiserpfalz.forchheim...chten-im-2-weltkrieg/

April bis Okt:
Di-So 10-17 Uhr

Nov bis März:
Mi-Do 13-16 Uhr
So+Ft 13-17 Uhr

Advent etc.:
Mo-Fr 15-18.30 Uhr
Sa-So+Ft 13-18.30 Uhr

Der Miss­brauch des Weih­nachts­festes im Dritten Reich er­scheint uns heute be­fremd­lich: Spiel­sachen für Kinder, wie z. B. mili­tä­ri­sche Holz­bau­kästen, Uni­formen, Bilder­bücher oder Gesell­schafts­spiele, belegen die militä­rische bzw. propa­gan­di­sti­sche Kinder­er­zie­hung.

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Der Krieg begann im Kinderzimmer :: Ausstellung
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Der Missbrauch des Weihnachtsfestes im Dritten Reich erscheint uns heute befremdlich. Denn hier begann der Krieg im Kinderzimmer, wo ein perfides Erziehungskonzept das Töten und den Aufbau von Schreckens- und Feindbildern verharmloste.

Das Ziel der Ausstellung liegt im Aufzeigen der Verführung der Jugend im Dritten Reich, besonders während der ersten Weltkriegsjahre, anhand von Kriegsspielzeug. Spielsachen für Kinder, wie z. B. militärische Holzbaukästen, Uniformen, Bilderbücher oder Gesellschaftsspiele, belegen die militärische bzw. propagandistische Kindererziehung über alle Altersklassen hinweg.

Zudem sollte das christliche Weihnachtsfest verdrängt und in das sogenannte „Julfest” zur Feier der Wintersonnenwende umbenannt werden, um den Glauben an einen „germanischen Ursprung” im Volk zu festigen. Der Weihnachtsbaum sollte mit „Julkugeln” und den vermeintlichen Sinnbildern alter Germanen geschmückt werden. Auch christliche Weihnachtslieder wurden entsprechend umgeschrieben.