Ausstellung 22.07.21 bis 30.01.22

Geburtshaus Levi Strauss

Von Franken in die Neue Welt

Buttenheim, Geburtshaus Levi Strauss: Die Ausstellung beleuchtet exemplarisch Lebensläufe von fränkisch-jüdischen Auswanderern, die in Amerika zu anerkannten Persönlichkeiten wurden. Bis 30.1.22

Levi’s Jeans kennt heute jeder, Goldman Sachs ist den meisten ein Begriff, und manche waren schon im Kaufhaus Bloomingdale’s shoppen. Nur wenige wissen jedoch, dass diese und weitere Weltunternehmen fränkisch-jüdische Wurzeln haben.

Im 19. Jahrhundert machten sich zahlreiche Franken auf den Weg nach Amerika, das ihnen unbegrenzte Möglichkeiten versprach. Vor allem jüdische Emigranten konnten sich durch die Auswanderung von den restriktiven Gesetzen und diskriminierenden Lebensbedingungen in ihrer Heimat befreien. Viele bauten sich in der Neuen Welt dauerhaft eine Existenz auf. Einige fränkische Juden kamen zu Wohlstand und erlangten sogar Bekanntheit. Ihre Namen sind zum Teil noch heute international präsent.

Die Ausstellung beleuchtet exemplarisch Lebensläufe von fränkisch-jüdischen Auswanderern, die in Amerika zu anerkannten Persönlichkeiten wurden: die Brüder Lehmann aus Rimpar bei Würzburg („Lehman Brothers”), die Blumenthals aus Gunzenhausen („Bloomingdale’s”) oder eben Levi Strauss aus Buttenheim („Levi’s”).

Andere wirkten als anerkannte Rabbiner und prägten das das orthodoxe (Abraham Rice aus Gochsheim) und das reformorientierte (Leo Merzbacher aus Fürth) Judentum in Amerika.

Trotz der benachteiligenden gesellschaftlichen Bedingungen des 19. Jahrhunderts schafften es einige jüdisch-fränkische Frauen, ihr Umfeld in ihrer neuen Heimat nachhaltig zu gestalten wie Flora Langermann-Spiegelberg oder sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen wie Nanette Kunreuther aus Burgebrach.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Gründe und den Ablauf der Auswanderung, beleuchtet das Leben der Auswanderer in der Neuen Welt und zeigt ihren gesellschaftlichen und sozialen Einfluss.

Geburtshaus Levi Strauss ist bei:
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