Wanderlust

Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Alte Nationalgalerie
10.5.-16.9.2018

Bodestraße
10178 Berlin

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Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Do 10-22 Uhr

Seit der Ro­man­tik er­obern sich Künst­ler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Die in der Aus­stel­lung ge­zeig­ten Meister­werke ver­deut­lichen, wie wirk­mächtig und frucht­bar das Motiv des Wan­derns nicht nur in Deutsch­land war.

Feuerbach
Anselm Feuerbach, Zwei Damen in der Landschaft, 1867
Siegert Sizilien
August Siegert, Abend in Sizilien (Ausschnitt), 1830
Spitzweg
Carl Spitzweg, Engländer in der Campagna, um 1835, Öl auf Papier
Sonntagmorgen
Victor Paul Mohn, Sonntagmorgen im Frühling, 1871
Carus
Carl Gustav Carus, Wanderer auf Bergeshöh, 1818, Öl auf Leinwand
Courbet
Gustave Courbet, Die Begegnung, 1854, Öl auf Leinwand
Eldena
Caspar David Friedrich, Klosterruine Eldena bei Greifswald, 1824/25
C.D.F. Atelier
Georg Friedrich Kersting, Caspar David Friedrich in seinem Atelier, 1812
Betrachterin vor Watzmann
C.D. Friedrich
Caspar David Friedrich, Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817, Öl auf Leinwand
Biermann
Karl Eduard Biermann, Das Wetterhorn, 1830, Öl auf Leinwand
Etschtal
Heinrich Beck, Blick in das Etschtal, Öl auf Holz, 1839
Goethedenkmal
Gustav Heinrich Eberlein, Goethe in Rom, Gips, um 1902
Nolde
Emil Nolde, Winter, 1907, Öl auf Leinwand
Barlach Wanderer
Ernst Barlach, Ruhender Wanderer, Gips, getönt, 1910
Wanderlust :: Ausstellung
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Wer heute an das Wandern als Motiv in der Malerei denkt, der hat Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer” vor Augen. Diese herausragende Leihgabe aus der Hamburger Kunsthalle bildet den Ausgangspunkt für eine Ausstellung, die diesem für die Kunst überraschend zentralen Thema durch das gesamte 19. Jahrhundert bis hin zu Beispielen der klassischen Moderne nachspürt.

Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!” und Goethes Sturm-und-Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

Seit der Romantik erobern sich Künstler die Natur zu Fuß und unter neuen Aspekten. Dem Wandern wächst dabei in der Kunst die sinnbildliche Bedeutung der Lebensreise und der symbolischen Pilgerschaft zu. Die selbstbestimmte Fußreise eröffnet eine neue, intensive Art der Naturbegegnung und eine sinnliche wie auch körperliche Form der Weltaneignung.

Die in der Ausstellung gezeigten Werke von Meistern wie Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel, Johan Christian Dahl, Richard Wilson, Christen Købke, Gustave Courbet, Iwan Kramskoi, Ferdinand Hodler, Auguste Renoir, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix und Ernst Barlach verdeutlichen, wie wirkmächtig und fruchtbar das Motiv des Wanderns nicht nur in Deutschland, sondern von Frankreich, Großbritannien über Dänemark und Norwegen bis nach Russland war.

Die Ausstellung ist thematisch in verschiedene Kapitel gegliedert: Entdeckung der Natur, Lebensreise, Künstlerwanderung, Spaziergänge, Sehnsuchtsland Italien, Wanderlandschaften nördlich der Alpen.